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	<title>Neuseeland Blog &#187; Job</title>
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	<description>Work &#38; Travel ganz rechts unten</description>
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		<title>Erdbeben&#8230; schon wieder</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 00:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war gar nicht so leicht, die Pferdezuchtfarm zu finden! Denn westlich von Christchurch scheint das Pferdegebiet schlechthin zu sein. Alles sieht nach Zucht und Gestüt aus. Die sehr unauffällige Beschriftung des Briefkastens der „Kazmere-Zucht“ fiel uns erst auf, als wir schon drei mal vorbei gefahren waren. Eine lange Auffahrt mit Pferdekoppeln links und rechts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war gar nicht so leicht, die Pferdezuchtfarm zu finden! Denn westlich von Christchurch scheint das Pferdegebiet schlechthin zu sein. Alles sieht nach Zucht und Gestüt aus. Die sehr unauffällige Beschriftung des Briefkastens der „Kazmere-Zucht“ fiel uns erst auf, als wir schon drei mal vorbei gefahren waren. Eine lange Auffahrt mit Pferdekoppeln links und rechts führte uns zu einem riesigen Haus und schon wurden wir von Gebell des Boxers Dita (nach Dita von Teese) und unserer Wwoofing-Mutter Maree empfangen. Sie führte uns gleich einmal im Haus herum, das von innen noch geräumiger aussah, als von außen, zeigte uns die Essenskammer und alles, was wir für unsere Verpflegung brauchten. Wir durften alles nehmen, uns überall aufhalten wo wir wollten und uns ganz zu hause fühlen. Und dann führte sie uns in den hinteren Teil des Hauses, wo wir nochmal durch einen riesigen Raum gingen (das zweite Wohnzimmer mit dem zweiten großen Plasmabildschirm) und über eine Treppe in das Dachgeschoss stiegen.<span id="more-1348"></span></p>
<p>WOW! Ein Riesenzimmer mit Dachbalken und 1,60-Meter breitem Bett! So ein Luxus! Uns wurde schnell anhand der Fernseher und der Lebensmittelkammer klar, dass wir diesmal nicht auf einer typischen Organic-Farm gelandet sind! Das erste Essen am Abend begann auch schon mal richtig gemütlich: Spaghetti Bolognese mit ganz dünnen leckeren Nudeln und viel Knoblauch, beim Essen auf der bequemen Couch vor dem großen Plasmabildschirm sitzen und X-Faktor, die neuseeländische Variante von „Deutschland sucht den Superstar“ schauen. Die nächsten Abende sahen so ähnlich aus, nur mit unterschiedlichen Mahlzeiten (Satay-Hühnchen, Ofenkartoffeln, Cordon Bleau etc.) und anderen Sendungen (New Zealand&#8217;s Next Topmodel, Discovery Channel). Wenn der Tag stressig war, dann hat Maree Nudeln oder Pizza vom Take-Away geholt.</p>
<p>Für das große Bett und das Essen mussten wir natürlich auch was tun, allerdings war die Arbeit wirklich oft einfach und höchtens mal etwas langweilig. Viel mit Pferden hatten wir nicht zu tun. Der Kontakt beschränkte sich auf die zweimalige Aktion, drei junge Pferde an einen Balken zu binden und nacheinander zu putzen. Das erste mal ging es gewaltig schief, die Pferde rissen sich immer wieder los und waren dann so aufgedreht, dass ich nur 2 ½ putzen konnte. Die andere Gruppe klappte viel besser, obwohl auch hier ein gewisses Entertainment von Jere nötig war, um die jungen Tiere von ihren Befreiungsgedanken abzubringen. Wenn Jere noch keine Angst vor Pferden hatte, dann hat er sie jetzt. Und ich muss sagen: Ich wurde auch eher angespannt, als ich mit diesen teilweise sehr wilden Tieren zu tun hatte. So ein bisschen Respekt brauch man auch, um keine Körperteile zu verlieren. Denn genau das ist Maree vor eineinhalb Jahren passiert, als sie ein Pferd einreiten wollte: Sie sprang von dessen Rücken, als es zu wild wurde, kam blöd auf und zack war der Fuß ab und hing nur noch an einem Stück Haut. Der Bruch war so kompliziert, dass die ein großes Stück Knochen entfernt haben und sie musste ewig mit einem Gerät rumlaufen, dass den Fuß an der richtigen Stelle hielt. Jetzt ist der Fuß wieder angenäht und außer an der großen Narbe, die einmal um die Wade geht, merkt man ihr nichts von dieser Verletzung an. Maree ist eigentlich von morgens bis abends aktiv und voller Tatendrang. Neben ihrer Pferdezucht, der Pflege des Grundstücks und bekochen der Wwoofer organisiert sie noch eine neue Pferdeschau, die einmal die größte Neuseelands werden soll.</p>
<p>Aufgaben, die wir hier erledigt haben, waren: Die Stangen der Außenställe von Zentimeter dicker Vogelkacke befreien, damit ein Band gespannt werden kann, das die Vögel davon abhält, dort zu sitzen und noch einmal zu eine Sauerei zu veranstalten. Holzbalken abschleifen und bemalen, viel Unkraut entfernen, Stöcke aufsammeln, Laub rechen, Pferdeäpfel einsammeln, Löcher graben, Löcher zuschütten und und und&#8230; die größte Schwierigkeit war dabei, dass der junge Boxer Smo ein großes Aufmerksamkeitsbedürfnis hat und sich gerne als Greenpeace-Aktivist auf die Unkrautflächen legt, die man als nächstes zupfen wollte. Boxer sind ja nicht die schönsten Hunde (persönliche Meinung von Jere: Schnauze zu sehr eingedrückt), aber die zwei sind so goldig, dass wir sie ins Herz geschlossen haben. Ein weiteres Familientier ist die Katze Flee, die ich erst am letzten Tag gestreichelt habe, weil sie noch unberechenbarer als andere Katzen ist und schon Menschen zum Nähen ins Krankenhaus geschickt hat. Jere hat sich erbarmt und wurde zum Glück weder gekratzt, noch gebissen.</p>
<p>John, Maree&#8217;s Mann, kam nach zwei Tagen von seiner Geschäftsreise in Auckland zurück. Er arbeitet hauptberuflich als Marketingmensch bei einer Baumaschinenfirma und findet nach dem Arbeitstag noch die Motivation, auf der Farm zu arbeiten.</p>
<p>Unsere Arbeitszeiten waren völlig uns überlassen. Es war kein Problem, als Jere einen Vormittag nach Christchurch musste, um seine Impfung nachzuholen. An einem regnerischen, windigen Tag versicherte uns Maree, dass wir auf keinen Fall raus zu gehen bräuchten und am Sonntag war generell eher wenig Arbeit angesagt. Dafür arbeiteten wir an anderen Tagen 6 Stunden und mehr, aber alles aus eigenem Antrieb heraus.</p>
<p>Am ersten Sonntag fand ganz in der Nähe ein Reitwettkampf statt, an dem auch zwei von Maree&#8217;s Pferden teilnahmen. Da Maree nicht mehr richtig reiten kann, hat sie Tom, einen ca. 30-jähriger Freund, bei dem ihre Showpferde stehen und trainiert werden. Tom ritt auf dem Wettkampf beide Pferde in den drei Disziplinen Dressur, Sprung und Cross-Country-Springen und machte in den Kategorien vordere Plätze. Maree’s Pferde sind alle selbstgezüchtet und stammen von ihren zwei Zuchthengsten, die sie aus Australien und Holland nach Neuseeland importiert hat und die hier auf der Weide vor dem Haus ein faules Leben führen. So ein von ihr gezüchtetes Pferd kostet um die 15.000 bis 17.000 Dollar, was relativ wenig sei im Vergleich zu Europa, aber hier in Neuseeland gäben die Menschen nicht viel für Pferde aus.</p>
<p>Maree hatte neben der Pferdezucht auch eine Boxerzucht, verlor aber durch ein Unglück eine Boxerin und somit endete ihre Zucht. Sie wollte dann wieder von neuem Beginnen mit Dita, aber nach der Geburt der Welpen stellte sich trotz vorheriger Prüfung heraus, dass Dita einen für Boxer typischen Gendefekt (Herzbeschwerden) mit sich trägt und somit nicht mehr für die Zucht benutzt werden darf, genau wie ihre Welpen. So lernten wir ihr „Baby“ Smo am ersten Abend kennen, als sie von ihrer Sterilisation total müde und passiv zurückkehrte, ein völlig falscher erster Eindruck von diesem wilden liebesbedürftigen Hund.</p>
<p>Schon am ersten Tag fragten wir Maree über das große Erdbeben aus, dessen Ursprung näher an Maree&#8217;s Haus lag, als an Christchurch. Hier im Haus merkt man an Kleinigkeiten die Auswirkungen, wie z.B. dass manche Türen nicht mehr schließen, weil sich die Rahmen verzogen haben, oder an einem Riss über der Dusche. In Christchurch sahen wir die Auswirkungen deutlich, vor allem wenn man auf die Dächer der Häuser achtet. Bei vielen decken Planen die kahlen Stellen ab. In Häuserreihen befinden sich zwischendurch Löcher, in denen Tonnen von Schutt und Ziegeln liegen. Viele große Bürogebäude sind eingezäunt und man sieht die vielen gesplitterten Scheiben deutlich.</p>
<p>Und in unserer zweiten Nacht bei Maree und John war es dann so weit: wir spürten das erste Beben deutlich! Ich dachte ja, Erdbeben sind viel länger, aber es ist eher nur ein kurzer Stoß und dann ein längeres Nachvibrieren. Das Holz knackt, alles macht ein kurzes Geräusch und dann ist es still und man merkt, wie alles noch etwas wackelt. Wir hatte so einige Erdbeben, die wir mal aufgelistet haben:</p>
<p>• Thu, Oct 7 2010 11:09 pm<strong><br />
 Magnitude:</strong> 4.2   !!!! das erste, das wir gespürt haben<strong><br />
 Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km south-east of Darfield</p>
<p>• Fri, Oct 8 2010 6:17 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 4.4    !!!! und gleich am Morgen noch einmal<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 30 km south-east of Darfield</p>
<p>• Fri, Oct 8 2010 6:29 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 4.2   !!!und noch eins<br />
 <strong>Depth:</strong> 12 km<br />
 <strong>Details:</strong> 30 km south-east of Darfield</p>
<p>• Fri, Oct 8 2010 7:55 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.3   !!!und noch eins<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 30 km south-east of Darfield</p>
<p>• Fri, Oct 8 2010 9:20 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.5   !!! das hörte gar nicht mehr auf<br />
 <strong>Depth:</strong> 10 km<br />
 <strong>Details:</strong> 30 km south-east of Darfield</p>
<p>• Fri, Oct 8 2010 7:54 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.5<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km south-west of Darfield</p>
<p>• Sat, Oct 9 2010 4:54 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.3   !!! das haben wir eher verpasst<br />
 <strong>Depth:</strong> 9 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km south-east of Darfield</p>
<p>• Sat, Oct 9 2010 9:05 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 2.6    !!! das merkt man auch nicht<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> Within 5 km of Christchurch</p>
<p>• Sat, Oct 9 2010 11:14 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 2.8   !!! viel zu schwach<br />
 <strong>Depth:</strong> 8 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km west of Christchurch</p>
<p>• Sun, Oct 10 2010 12:16 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.7     !!! wieder mitten in der Nacht aufgewacht<br />
 <strong>Depth:</strong> 10 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km south-east of Darfield</p>
<p>• Mon, Oct 11 2010 5:55 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.4    !!! und noch mal<strong><br />
 Depth:</strong> 9 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km south-east of Darfield</p>
<p>• Tue, Oct 12 2010 5:29 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.5   !!! das ist schon fast regelmäßig<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km south of Darfield</p>
<p>• Wed, Oct 13 2010 9:11 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.2  !!! manchmal waren wir uns nicht sicher, ob es ein Erdbeben war.<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> Within 5 km of Christchurch</p>
<p>• Wed, Oct 13 2010 9:27 am<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.6 <br />
 <strong>Depth:</strong> 9 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km west of Christchurch</p>
<p>• Wed, Oct 13 2010 1:28 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 4.1   !!!!!!!!!!!! deutlich gemerkt<br />
 <strong>Depth:</strong> 9 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km west of Christchurch</p>
<p>• Wed, Oct 13 2010 4:42 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 5.0    !!!!!!!!!!!! und wir waren grad draußen und haben es nur gehört, nichts gemerkt! War wie ein Donner. Eines der stärksten Nachbeben.<br />
 <strong>Depth:</strong> 15 km<br />
 <strong>Details:</strong> 20 km west of Christchurch</p>
<p>• Thu, Oct 14 2010 1:44 pm<strong><br />
 Magnitude:</strong> 3.3  Manchmal haben wir auch mehr gemerkt, als aufgelistet wurden.<br />
 <strong>Depth:</strong> 7 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km north-west of Oxford</p>
<p>• Thu, Oct 14 2010 6:06 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.5  !!! gespürt<br />
 <strong>Depth:</strong> 8 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km south-west of Christchurch</p>
<p>• Thu, Oct 14 2010 6:59 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 4.1    !!! Das kam mir als das stärkste und längste vor.<br />
 <strong>Depth:</strong> 5 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km south-west of Christchurch</p>
<p>• Thu, Oct 14 2010 7:36 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.4<br />
 <strong>Depth:</strong> 9 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km south of Christchurch</p>
<p>• Fri, Oct 15 2010 9:27 pm<br />
 <strong>Magnitude:</strong> 3.0<br />
 <strong>Depth:</strong> 6 km<br />
 <strong>Details:</strong> 10 km east of Darfield</p>
<p>… Dann wurde es relativ ruhig und wir hofften noch mal auf ein Abschiedsbeben. Eigentlich war unser letzter Tag bei John und Maree am Samstag und wir packten unsere Sachen, um am Sonntag Morgen abzureisen und uns in Christchurch für eine Nacht eine Unterkunft zu suchen, weil wir dort noch einiges zu erledigen hatten und sehen wollten. Doch Maree und John boten uns beim Abschied am Morgen mehrere Male an, dass wir die nächste Nacht auch gerne noch bei ihnen schlafen konnten, das Bett ja eh frei wäre und wir dann noch eine Nacht Geld sparen konnten und so ließen wir kurzfristig unsere Rucksäcke dort und machten einen Tagesausflug nach Christchurch. Ich wollte unbedingt in die Ron Mueck-Ausstellung, über die ich in der Zeitung gelesen hatte. Außerdem stand auf der To-Do-Liste noch: Cookies essen, Starbucks-Kaffee, Foodcourt-Essen, Bratwurst vom deutschen Stand (der leider nicht da war) und Melissa (Taiwanesin, die in der Fischfabrik gearbeitet und im Bug-Hostel gewohnt hatte) treffen und vieles mehr. Wir schafften alles (außer der Wurst). Das Treffen mit Melissa war traurig, denn sie hatte ein paar Tage zuvor einen Unfall mit ihrem Auto gehabt, dass nun nicht mehr zu reparieren ist und sie war völlig unentschieden, ob sie noch mal in ein Auto investieren sollte und ob sie sich traut, wieder zu fahren. Aber so eine Reise macht man nur einmal und wir haben ihr geraten, sich schnell zu entscheiden und dann die Reise fortzusetzen. Das hat sie sich auch verdient, nach 3 Monaten Fischfabrik. Das Problem von Backpackern, die ihr Auto verlieren (Unfall oder einfach Altersschwäche) ist immer das Gleiche: Man hat so viel Gepäck, dass es fast unmöglich ist, mit dem Bus weiter zu reisen. Auch wir machen uns schon Gedanken, wie wir von Neuseeland aus möglichst leicht und billig in Australien reisen.</p>
<p>Die Ron Mueck-Ausstellung war grandios! Die Art-Gallery in Christchurch ist an sich ja schon einen Besuch wert. Wer jedoch Zeit hat, sollte bis Anfang nächsten Jahres die Zeit finden und die 12-15 Dollar Eintritt investieren. Es sind zwar nur wenige Exponate, aber die sind umso beeindruckender! Ron Mueck modeliert aus den verschiedensten Stoffen Menschen in Überlebens- oder Unterlebensgröße, oft nackt, die absolut lebendig aussehen. Eine riesige nackte schwangere Frau, deren erschöpftes Gesicht so aussieht, als würde sie gleich die Augen aufmachen, unter der Haut mit Schwangerschaftsstreifen, einzelnen Leberflecken und Pickelchen erkennt man die blauen Adern. Und alles sieht so echt aus! Ein Film hat dann noch gezeigt, wie die Figuren entstehen. Als wer so viel Geduld hat, eine Lehmform zu modelieren, einen Abdruck zu machen und diese Form dann mit der endgültigen Masse zu füllen, diese zu bemalen, Haare einzupflanzen etc. ist zu beneiden.</p>
<p>Es war die erste Ausstellung, die ich besucht habe, in der man fotografieren und filmen konnte, wie man wollte (nur ohne Blitz). Und so könnt ihr auch einen kleinen Eindruck in die Ausstellung bekommen!</p>
<p>Am Abend fuhren wir wieder zurück zu Maree und John und überreichten ihnen ein kleines Abschiedsgeschenk: Ein selbstgestaltetes Wwoofing-Gästebuch mit ein paar Fotos, die wir auf der Farm von den Haustieren gemacht haben. Die beiden haben sich riesig gefreut, weil sie schon immer eins haben wollten. Am nächsten Morgen ging es dann endgültig los auf die große Reise und ein Erdbeben mit der Stärke von 4,6 verabschiedete uns an der Haustür.</p>
<p>Es ist schon eigenartig, wie eng man innerhalb weniger Tage mit den Wwoofing-Familien zusammen wächst. Wahrscheinlich ist das so, weil man zusammen wohnt, isst und arbeitet. Wenn wir etwas hier in Neuseeland oft tun, dann sind das traurige Verabschiedungen, weil man sich wahrscheinlich nie wieder sieht. Auf der anderen Seite sind es eben auch enge Bindungen, die man hier in kurzer Zeit aufbaut und menschliche Erfahrungen, für die wir jedes Mal dankbar sind, wenn wir wieder zum letzten Mal „See you and take care!“ sagen.</p>

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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/wwoofing-maree/image003.jpg" title="Arnie (nach Arnold Schwarzenegger) ist ein glücklicher Hengst" rel="lightbox[set_49]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/wwoofing-maree/image004.jpg" title="große Anlage, leider kaum genutzt" rel="lightbox[set_49]" >
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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Fischfabrik is over!!!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 00:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am letzten Freitag endete nach über drei Monaten die Hoki-Season. Das hieß für mich: ein letztes Mal um 4.50 Uhr den Wecker abstellen, ein letztes Mal den Weg zum Nelson Harbour fahren, ein letztes Mal die weiße Sealord-&#8221;Uniform&#8221;, Bart- und Haarschutz anziehen, Ohrenschützer aufsetzen, ein letztes Mal 7000 Fische aufschneiden und den Rogen herausziehen. Dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Freitag endete nach über drei Monaten die Hoki-Season. Das hieß für mich: ein letztes Mal um 4.50 Uhr den Wecker abstellen, ein letztes Mal den Weg zum Nelson Harbour fahren, ein letztes Mal die weiße Sealord-&#8221;Uniform&#8221;, Bart- und Haarschutz anziehen, Ohrenschützer aufsetzen, ein letztes Mal 7000 Fische aufschneiden und den Rogen herausziehen. Dann endlich der letzte Fisch, Messer säubern und desinfizieren, mich umziehen und in die Cafeteria zum abschließenden Buffet-Mittagessen mit der kompletten Fabrik, zu dem jeder Mitarbeiter ein Gericht mitbrachte, welches zusammen mit allen anderen einen sich biegend vollen Tisch mit Leckereien bildete.</p>
<p>Es gab z.B. indisches, burmesisches, malaisches und taiwanesisches Curry, Pizzabrötchen, Shrimps, natürlich Fisch, diverse Brötchen und Gebäckstücke, Kuchen, Brownies (u.a. von mir), gefüllte Fleischröllchen, Gemüse in allen Variationen, Suppe, Sushi, süße Cremes, Salate und und und&#8230; Und die Stimmung war natürlich super, da jeder glücklich war, die Hoki-Season überstanden zu haben. Selbst für die permanent angestellten Mitarbeiter der Fabrik ist die Season nämlich eine arbeitsreiche und anstrengende Zeit. Und jeder ist froh, wenn er wieder wieder an seinen gewohnten Arbeitsplatz an der Squid-Line (Tintenfisch), der Shellfish-Fabrik (Schalentiere) oder dem Coldstore (Kühlhaus) zurückkehren kann. Am meisten freuten sich aber natürlich die Season-Arbeiter und Backpacker (wie ich), die nun ans Heim- oder Weiterreisen denken können.<span id="more-1192"></span></p>
<p>Nach einer Dankesrede der Fabrikleitung mit Geschenken (T-Shirt und Basecap) für einige besondere Mitarbeiter (u.a. unsere taiwanesischen Mädels) wurde also ausgiebig gegessen und dann hieß es Abschied nehmen von all den netten Leuten, die ich in den drei Monaten kennengelernt habe. Und so anstrengend (vor allem mental) und langweilig die Arbeit auch war, und so froh man darüber ist, dass es endlich vorbei ist: der Abschied fällt dann doch immer etwas schwer und man idealisiert die Zeit in der Fabrik in diesem Moment ein wenig.</p>
<p>Trotzdem habe ich auch wirklich einiges in der Fabrik gelernt und erfahren. Hier eine kleine Auswahl von Dingen, die mir die Fischfabrik gebracht und mich gelehrt hat:<br />
 &#8211; mich in Gedanken selbst zu beschäftigen (z.B. in Gedanken zu  programmieren oder mir Medienprojekte und Themen für meine  Abschlussarbeit auszudenken)<br />
 &#8211; Fische aufzuschneiden und auszunehmen<br />
 &#8211; Messer korrekt mit dem Stein zu schleifen und mit dem Wetzstahl zu glätten<br />
 &#8211; ganz viele neue und nette Bekanntschaften mit Tschechen, Franzosen, Burmesen, Taiwanesen, Kiwi, Koreanern, Deutschen, Maoris, Malaien, Russen&#8230; mit viel kulturellem Austausch von Infos und Essen<br />
 &#8211; wie verfressen die Menschheit doch ist (in den drei Monaten wurden mehr als 6000 Tonnen Hoki verarbeitet; ein großer Teil davon geht an McDonalds in den USA und in Europa, also denkt an mich, wenn ihr demnächst mal einen FishMac esst)<br />
 &#8211; dass es echt gute und faire Arbeitgeber gibt, die die Mitarbeiter mit Kleinigkeiten motivieren (z.B. guter Kaffee, kostenloser Kuchen in der Mitte der Season als Dank für gute Arbeit, gratis Mittagessen beim Treffen mit dem CEO der Firma, gratis Packung Hoki-Fillet, günstiger Mitarbeiter-Verkauf)</p>
<p>Im Nachhinein war es eine wirklich coole Zeit, die ich nicht missen möchte. Viel gelernt, viel Spaß gehabt (vor allem in den Pausen <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Fischfabrik is over!!!" class='wp-smiley' title="Fischfabrik is over!!! Photo" /> ), viele Ideen für neue Projekte und meine Abschlussarbeit bekommen und voll ins neuseeländische Alltagsleben eingetaucht. Hätten wir mehr Zeit hier in Neuseeland, würde ich das (mit einem anderen Job) gerne nochmal machen.</p>
<p>Am letzten Tag habe ich nochmal die Möglichkeit genutzt und ein paar mehr Fotos uns Videos mit dem Handy zu machen. Diesmal sogar mit Erlaubnis von offizieller Stelle.</p>

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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord2/2010-09-17-10-32-25-w800-h600.jpg" title="Melissa beim Filet-Trimming" rel="lightbox[set_39]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord2/2010-09-17-10-32-45-w800-h600.jpg" title="Die Französin Marie beim Klassifizieren des Rogens" rel="lightbox[set_39]" >
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								<img title="2010-09-17-10-33-00-w800-h600" alt="Fischfabrik is over!!!" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord2/thumbs/thumbs_2010-09-17-10-33-00-w800-h600.jpg" width="90" height="70" />
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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Geheime Bilder</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 07:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Mitnehmen von Handys in die Produktionshalle der Fischfabrik ist nicht erlaubt. So wurde uns das bei der Einführungsveranstaltung zu Beginn meines Jobs beigebracht. Da wir euch aber ein paar Einblicke in das Innenleben einer Fischfabrik in Neuseeland nicht vorenthalten wollen, habe ich es doch gewagt, und mit dem Handy ein paar Fotos geschossen. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Mitnehmen von Handys in die Produktionshalle der Fischfabrik ist nicht erlaubt. So wurde uns das bei der Einführungsveranstaltung zu Beginn meines Jobs beigebracht. Da wir euch aber ein paar Einblicke in das Innenleben einer Fischfabrik in Neuseeland nicht vorenthalten wollen, habe ich es doch gewagt, und mit dem Handy ein paar Fotos geschossen. Auch Rola, die bereits abgereiste Taiwanesin, hat hierzu ein paar Bilder beigesteuert.</p>
<p>Leider variiert die Qualität der Fotos stark und manche sind echt mies. Das eine ist sogar nur von einem anderen Foto abgeknipst. Aber man bekommt denke ich trotzdem einen groben Eindruck.</p>

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								<img title="2010-08-09 12.42.41" alt="Geheime Bilder" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/thumbs/thumbs_2010-08-09 12.42.41.jpg" width="90" height="70" />
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-09 12.42.57.jpg" title="Fließband mit Hoki" rel="lightbox[set_36]" >
								<img title="2010-08-09 12.42.57" alt="Geheime Bilder" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/thumbs/thumbs_2010-08-09 12.42.57.jpg" width="90" height="70" />
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-09 12.43.05.jpg" title="Fließband zur Abfallentsorgung" rel="lightbox[set_36]" >
								<img title="2010-08-09 12.43.05" alt="Geheime Bilder" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/thumbs/thumbs_2010-08-09 12.43.05.jpg" width="90" height="70" />
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-11 12.31.41.jpg" title="Blick in eine Box mit Hoki-Rogen" rel="lightbox[set_36]" >
								<img title="2010-08-11 12.31.41" alt="Geheime Bilder" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/thumbs/thumbs_2010-08-11 12.31.41.jpg" width="90" height="70" />
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-11 12.33.49.jpg" title="Die Roe-Line" rel="lightbox[set_36]" >
								<img title="2010-08-11 12.33.49" alt="Geheime Bilder" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/thumbs/thumbs_2010-08-11 12.33.49.jpg" width="90" height="70" />
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-11 12.56.06.jpg" title="Max, der Chilene, und Daniela, die Tschechin, warten auf Rogen-Nachschub vom oberen Fließband" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-11 12.56.17.jpg" title="Birdie an der &quot;Grading&quot;-Station: Hier wird der Rogen in 4 Güteklassen eingeteilt" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-13 12.35.50.jpg" title="Eines der Filetier-Fließbänder, die Line 4" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-13 12.36.28.jpg" title="Vaclav an der Laser-Vermessungs- und Filet-Schneidemaschine" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/2010-08-16-14.31.17.jpg" title="Die Roe-Line in der Overtime: Parasitenzupfen und Klassifizieren" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/PIC_2995.JPG" title="Melissa an der Line 4" rel="lightbox[set_36]" >
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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/sealord/PIC_3017_adapt.jpg" title="Multi-Kulti in der Cafeteria: Melissa (Taiwan), Vaclav &amp; Daniela (Tschechien), Marie (Frankreich), Jere (Deutschland)" rel="lightbox[set_36]" >
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		<title>Dinner, Schaf scheren und Haka tanzen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 05:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihr vielleicht gemerkt habt, ist die Anzahl unserer Blog-Aktivitäten in letzter Zeit ein wenig gesunken. Das heißt aber nicht, das wir euch vergessen haben. Es liegt ganz einfach daran, dass im Moment keine großen und wichtigen Dinge geschehen, sondern eine Art Neuseeland-Alltag bei uns eingekehrt ist. Und das ist ja auch genau das, was wir einmal erfahren wollten, den Alltag in einem fremden Land.</p>
<p>- Claudi managt immer noch an zwei Tagen in der Woche das Hostel und hilft an vier Tagen morgens, das Selbige sauber zu halten. Nächste Woche am Mittwoch geht für sie zudem die Arbeit in der <a href="http://www.pizzabar.co.nz/" target="_blank">Pizza Bar</a> hier in Nelson wieder los, da Amir, der Besitzer, dann aus seinem Urlaub zurück ist.</p>
<p>- Jere arbeitet immer noch in der Fischfabrik am Nelson Harbour, schneidet den armen Fischen den Bauch auf, klappt Filet-Schwänze um oder zupft Parasiten vom Fischrogen. Er lernt dort viele nette Leute aus aller Herren Länder kennen, z.B. den Chilenen Max(imiliano), das tschechische Pärchen Daniela und Vaclav oder die beiden deutschen Geschwister Steffi und Sven, die leider schon nächste Woche weiterreisen. <br />
 Die Hoki-Saisson geht noch bis zum 17. September 2010 und so lange wird er wohl auch noch dort bleiben, um die Reisekasse für die Zeit danach wieder aufzufüllen.</p>
<p>Unsere sonstigen Aktivitäten in den letzten zwei Wochen nach der Hochzeits- und Gebutstagsvideoproduktion waren eher kleiner Natur, weshalb wir nicht zu jeder davon einen eigenen Blog-Eintrag schreiben wollten. Hier kommt ein kurzer Schnelldurchlauf.<span id="more-1084"></span></p>
<p>- Vorletzten Freitag waren wir im Kino in <a href="http://www.imdb.com/title/tt1375666/" target="_blank">Inception</a>, dem aktuellen  Film mit Leo DiCaprio. Jere hat die Hälfte des Films verschlafen, was  jedoch nicht am Film selbst lag, sondern an einer harten Arbeitswoche  mit vielen vielen Überstunden. Den Teil, den er noch mitbekommen hat,  fand er aber sehr gut und spannend, weshalb er ihn gerne nochmal im Kino  sehen würde. Für Claudi war es einer der besten Filme in letzter Zeit.</p>
<p>- Am Samstag darauf waren wir mal wieder auf dem Nelson Market, um eine Kleinigkeit als Mitbringsel zu besorgen. Wir waren nämlich für den Abend bei Jenny und Peter, den Nachbarn unseres ehemaligen Wwoofing-Hosts Dougal, zum Dinner eingeladen, bei welchem es leckeres marokkanisches Hühnchen und tollen Plum-Crumble (heiße Pflaumen mit Streußeln überbacken) gab. Der Abend war echt toll und wir hatten die Möglichkeit, gepflegte englische Konversation zu üben <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Dinner, Schaf scheren und Haka tanzen" class='wp-smiley' title="Dinner, Schaf scheren und Haka tanzen Photo" />  (Als Mitbringsel gab es übrigens Native Tree-Honig)</p>
<p>- Am letzten Donnerstag waren wir bei Dougal, um ihm beim Schnitt und der DVD-Produktion seines Hochzeitsvideos zu helfen. Als Gegenleistung bekamen wir Roast-Chicken zum Abendessen und Dougal versprach uns zudem ein Multi-Tool-Taschenmesser. Da uns bei der Anfahrt aufgefallen war, dass die Schafe auf den umliegenden Grundstücken frisch geschoren waren, erzählten wir ihm von unserer Wunsch-Mission, einmal in Neuseeland ein Schaf zu scheren. Dougal griff sofort zum Telefon, kontaktierte die Schaf-Besitzer (die eine Scher-Schule betreiben) und nun haben wir einen Kontakt in der Branche und die Aussicht auf einen Schaf-Scher-Tag Ende des Monats <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Dinner, Schaf scheren und Haka tanzen" class='wp-smiley' title="Dinner, Schaf scheren und Haka tanzen Photo" /> </p>
<p>- Am Donnerstag fiel uns außerdem ein, dass unser Rückflug auf den 30. August 2010 gebucht war, und wir uns schleunigst um eine Umbuchung und Verländerung unseres Neuseeland-Aufenthalts kümmern mussten. Sobald unsere Reisedaten bestätigt sind, geben wir euch unseren Rückflug-Plan mit Zwischenstopps bekannt.</p>
<p>- Heute haben wir im Internet einen <a href="http://www.newzealand.com/travel/media/press-releases/2010/7/maori-culture_world-record-haka-attempt_press-release.cfm" target="_blank">Artikel</a> gefunden, der von einer ganz bestimmten Aktion berichtet. Am 11. September 2010 um 3 Uhr nachmittags nach neuseeländischer Zeit findet in Nelson ein Guiness-Weltrekordsversuch statt. Am Tag 9 Jahre nach dem WTC-Unglück (Schweigeminute ist eingeplant) und genau ein Jahr vor Beginn des Rugby-Worldcups 2011 soll am Tahunanui Beach &#8211; bekannt aus unserem <a href="http://www.ganzrechtsunten.de/2010/07/yvi-roland-liebe/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Hochzeits-Musikvideo</a> &#8211; der größte Haka aufgeführt werden (zur Erinnerung: Haka = Maori-Kriegstanz). Diese Gelegenheit wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und werden versuchen, an diesem Spektakel aktiv teilzunehmen und dabei zu helfen, den bisherigen Rekord von 3264 Tänzern (aufgestellt auf der Nordinsel) zu schlagen. Auch hierüber werden wir noch ausführlicher berichten und euch unsere Fortschritte beim Lernen des Hakas zeigen.</p>
<p>Ihr seht: es lohnt sich dranzubleiben! Also abonniert euch den Newsfeed oder schaut regelmäßig vorbei.</p>
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		<title>Cleanen und Bedienen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 23:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur richtigen Zeit die richtigen Leute fragen: das ist der beste Tipp, den ich Backpackern geben kann, die hier in Neuseeland eine Arbeit finden wollen. Und: um diesen Zeitpunkt abzupassen, möglichst viele Leute kennenlernen. Als wir uns vor unserer Reise informiert hatten, schien die Arbeitssuche hier in Neuseeland nur ebabine Frage von Tagen zu sein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur richtigen Zeit die richtigen Leute fragen: das ist der beste Tipp, den ich Backpackern geben kann, die hier in Neuseeland eine Arbeit finden wollen. Und: um diesen Zeitpunkt abzupassen, möglichst viele Leute kennenlernen. Als wir uns vor unserer Reise informiert hatten, schien die Arbeitssuche hier in Neuseeland nur ebabine Frage von Tagen zu sein. Überall hieß es, wer sucht, der findet und kann unter Umständen die interessantesten Jobs machen. Denn: Das Motto in Neuseeland sei: Du kannst alles lernen.</p>
<p>Jetzt, hier, im Winter oder gerade in diesem Jahr scheint jedoch alles anders und es ist alles andere als leicht, eine Arbeitsstelle zu finden.<span id="more-1038"></span></p>
<p>Wie mir ein Deutscher, der schon seit über 10 Jahren in Nelson wohnt, verraten hat, ist gerade hier in dieser Gegend eine so lebenswerte Region, dass sich einige Neuseeländer ab einem gewissen Alter entscheiden, in ihrem Job einen Gang herab zu schalten und sich hier nieder zu lassen. Das Resultat davon ist, dass viele überqualifizierte Leute normale Jobs machen. Ein anderer hat mir verraten, dass außerdem hauptsächlich Neuseeländer eingestellt werden, die sich meist eh untereinander kennen. Zudem kommt im Winter noch hinzu, dass ein gewisser Winterschlaf vor allem in der Gastronomie einsetzt und eher Leute entlassen, als eingestellt werden.</p>
<p>Also alles nicht so einfach. Und so war es absolutes Glück, dass ich an dem einen bestimmten Abend hier im Bug-Hostel die zwei Cleaner (Gäste, die für kostenlose Übernachtung 3 Stunden am Tag putzen) Laura und Claudia angesprochen habe. Wir quatschten über das putzen und ich erfuhr, dass sie außerdem beide noch in einer Pizzeria hier in der Stadt arbeiten, Claudia als Kellnerin, Laura als Küchenhilfe. Sie meinte, dass Claudia und eine zweite Kellnerin nach dieser Woche dort aufhören, um weiter zu reisen und der Besitzer wieder nach einer neuen Kellnerin Ausschau hält. Zuerst hatte ich eher den Job als Küchenhilfe im Kopf, denn ich hatte bereits eine schlechte Probearbeitserfahrung in Deutschland gemacht und für mich entschieden, dass Kellnerin vielleicht nicht die passende Karriere für mich darstellte. Aber ich überwand meine Selbstzweifel und fuhr am gleichen Abend vorbei, um mich bei Amir vorzustellen. Ganz wichtig: Wenn ihr irgendwo von einer freien Stelle hört, wartet nicht noch einen weiteren Tag! Hier geht es um Stunden <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Cleanen und Bedienen" class='wp-smiley' title="Cleanen und Bedienen Photo" /> </p>
<p>Ja, wie das ganze ausgegangen ist, konntet ihr ja schon in einem Videobeitrag sehen.</p>
<p>An dieser Stelle eine kleine Entschuldigung von mir, dass ich mich lange nicht mehr im Blog zu Wort gemeldet habe. Der Grund dafür war, dass ich mich in der gleichen Woche auch für den Hostel-Cleanerjob beworben habe. Mein Tagesablauf sah also so aus:<br />
Um 9:00 aufstehen, kurz etwas essen (ohne geht nicht) und um 9:30 geht es los, in typischer Cleaner-Kleidung (Flipflops, Dreivierteltrainingshose, T-Shirt, i-Pod) zur „Laundry“, einem kleinen Holzhäuschen im Garten, das der Hostelbesitzer Anthony nach einer Anleitung aus dem Internet gebaut hat. Dort stehen die Putzutensilien, wie Eimer, Chemikalien, Lappen und Handtücher. Je nach dem, ob Anthony zur Stelle ist, teilen wir zwei bzw. drei Cleaner uns auf die zwei Seiten des Hostels auf: Die „Dorm“-Seite oder die „Double/Tripple“-Seite. Meine favorisierte Seite ist nicht unbedingt die „Dormseite“, auch wenn das Reinigen theoretisch einfacher ist. Es gibt nur eine Dusche und eine Toilette, ein 8er-Dorm, ein Doubleroom („Lovebug“) und ein 4er-Dorm. Zudem ist die Seite komplett mit Fliesen ausgelegt, so dass man keinen schweren <a href="http://www.hagebau.de/Haus-und-Wohnen/Reinigungsgeraete/Sauger/sh3392007" target="_blank">Staubsauger</a> durch die Gegend schleppen muss. Trotzdem ist diese Seite erwartungsgemäß etwas dreckiger und die Gerüche, die manchmal aus dem Dorm kommen, sind gewöhnungsbedürftig. Auf der anderen, meiner Lieblingsseite, gibt es zwei 3er-Zimmer, ein Ensuit-Zimmer (2er, bzw. 3er mit eigenem Bad) und unser Zimmer, was eigentlich ein Zweibett-Zimmer ist. Zusätzlich zu dem Ensuitbad gibt es noch zwei große Bäder, der Flur und die Zimmer sind mit Teppich ausgelegt. Nur, damit ihr euch das Hostel mal ein wenig vorstellen könnt. Es gibt noch ein „Backhouse“, das zurzeit geschlossen ist (im Winter ist hier nicht viel los), bis auf den einen Raum, in dem wir die Fussballspiele verfolgen können. Außerdem steht direkt an der Straße noch ein „Fronthouse“, in dem Anthony und seine Freundin (und bald das <a href="http://www.babywippe.de" target="_blank">Baby</a>) wohnen, das ebenfalls noch zwei zu vermietende Zimmer und ein Extrabad beinhaltet. Ich habe schon von einigen Cleanern gehört, dass in anderen Hostels eine ganz andere Putzphilosophie herrscht, und ich bin froh – und kann das auch nur jedem empfehlen – mir so ein sauberes Hostel ausgesucht zu haben! Wir machen jeden Tag alles sauber. Also die Dusche wird eingeseift, alle Oberflächen, die Toilette, die Wände und die Toilette herum werden abgewischt. Der Boden wird gewischt, die Spiegel geputzt, Waschbecken, etc. Und alles, was wir nass machen, trocknen und polieren wir danach noch mit einem Handtuch. Auf diese Weise gibt es keine ekligen Sachen, wie den Mülleimer oder die Klobürste, die niemand mehr anfassen will. Der Job ist wirklich nicht eklig. Natürlich gibt es wie immer auch einige Nachteile, sonst würde es ja jeder machen wollen. Nachdem der jeweilige Hostelflügel gereinigt wurde, kommt die Küche und der Gemeinschaftsraum dran. Küchenkräuter, Tee etc. werden aufgefüllt, der Kühlschrank nach „unbelabelten“ (auf jedem Lebendmittel muss ein Name stehen) Sachen durchsucht, alles wird abgewischt, der Boden gefegt und gewischt, abgetrocknet etc. Ein kleiner Nachteil ist der „innere Druck“, den wir uns machen sollen. An sich reicht die Zeit gut, um all diese Sachen in drei Stunden zu putzen, doch Anthony möchte, dass wir uns beeilen, um jeden Tag eine Zusatzaufgabe zu schaffen. Das ist natürlich sinnvoll, um alles in Schuss zu halten, aber es stresst mich etwas innerlich, vor allem, wenn viele Leute auschecken und dadurch einige Betten zu machen sind. Unangenehm sind manchmal auch die Tage, an denen zu viele Cleaner da sind und einer von uns die vollen drei Stunden Zusatzaufgaben machen muss. Das kann dann so aussehen, dass ich die vollen drei Stunden auf einer Leiter stehe und versuche, mit einem Lappen die Fliegenkacke an der Decke mit dem Arm über meinem Kopf wegzumachen. Nach zwanzig Minuten denk man: Ok, ich schaff das höchstens noch eine Minute und mein Arm fällt ab. Aber irgendwie klappt es dann doch, macht einen aber nicht unbedingt glücklich.</p>
<p>Ansonsten sehe ich den Cleaner-Job gerne als Morgensport. Danach ist man wirklich wach und fit für den Tag. Ich habe das Gefühl, dass es ein guter körperlicher Ausgleich zum Rumlaufen im Restaurant ist. Ein kleiner weiterer Wehrmutstropfen, der mich zum Glück nicht ganz so betrifft, ist die „Stellung“ der Cleaner hier im Hostel. In anderen Hostels haben wir immer das Gefühl gehabt, dass die Cleaner eher eine bessere Stellung als die Gäste haben. Manchmal gibt es Extra-Frühstück, oder zusätzliches „Crew-Essen“, einen eigenen Cleaner-Bereich etc. Hier im Hostel gibt es wohl im Sommer ein eigenes Cleanergebäude, was jedoch im Gegensatz zum Rest des Hostels eher heruntergekommen ist. Die Cleaner hier dürfen das frisch gebackene Brot nicht essen (Anthony hatte da mal schlechte Erfahrungen gemacht) und sollen möglichst den Platz räumen, wenn „richtige“ Gäste irgendwo sitzen wollen. Außerdem schlafen die Cleaner im großen Dorm oder in einem anderen Mehrbettzimmer und dürfen nicht mitbestimmen, wer zu ihnen ins Zimmer kommt, was vor allem für Lena (zeitweise Cleaner und Kellnerin) ein paar unangenehme Nächte mit eine schnarchenden Psycho-Katzenfrau mit sich brachte. Mich hat das zum Glück nicht betroffen, da mein Platz bei den zwei Jungs sicher war und wir unser eigenes leckeres Brot backen. Wäre ich jedoch in der Situation der anderen Cleaner, weiß ich nicht, ob mir die drei Stunden eine 20-Dollar-Übernachtung (10 Euro) wert wären. Gut, ein Tag in der Woche ist frei und die Wäsche dürfen wir kostenlos waschen. Alles in Allem und in meiner Situation finde ich den Job aber gut.</p>
<p>Nach drei Stunden putzen, also um 12:30 Uhr hab ich dann frei. Als Thomas noch da war, stand er zu dieser Zeit unter der Dusche, so dass wir, nachdem ich ausführlich geduscht habe (die Steigerung von Ausführlich ist die Zeitdauer, die Thomas duscht;) sind wir dann ungefähr zur gleichen Zeit fertig und „frühstücken“ zusammen, eine Tradition, über die Anthony bis zum Schluss nicht hinweg gekommen ist. Oft saßen wir dann lange am Tisch, meist, bis Jere so um 14:30 aus der Fabrik heim kam. Um 15:30 mache ich mich dann bereit, um meinen Arbeitsabend im Restaurant zu beginnen.</p>
<p>Nachdem ich mein Bewerbungsgespräch hatte, arbeitete ich die erste Woche 3 Tage jeweils so 3 Stunden zur Einarbeitung durch die zwei Kellnerinnen. Ab Montag war ich dann bereits allein, was bedeutete, dass ich jeden Tag von vier bis ca. 21.00 oder 22:00 Uhr im Restaurant war. Bald darauf wurde Lena eingestellt, die ich mit meiner wenigen Erfahrung einarbeitete.</p>
<p>Nach Lena geschah das gleiche mit Maxi, meiner aktuellen Kollegin. In der ersten Woche der Einarbeitung arbeite ich jeden Tag ab 16:00, nicht wie in „normalen“ Zeiten abwechselnd mit 18:00Uhr-Schichten. So ging das eine ganze Zeit, und es lief gut, doch in der Einarbeitungswoche von Maxi merkte ich, dass ich einen Gang zurück schalten muss. 6 Tage die Woche von früh bis spät ohne eine wirkliche Erholung zu arbeiten, hinterließ vor allem Spuren an meiner Haut: Meine Neurodermitis zeigte sich, meine Finger schwollen an und ich bekam einen pickligen Ausschlag am Arm und Flechten in den Armbeugen. So genau wollt ihr das gar nicht wissen.</p>
<p>Auf jeden Fall sagte ich Anthony, dass ich eine Pause vom Cleanen brauchte und so kann ich jetzt ein paar Tage bzw. Wochen vormittags etwas entspannen. Meine Haut sieht bereits nach vier Tagen schon viel besser aus, zumindest an den Armen. Im Restaurant versuche ich, beim Spülen möglichst Handschuhe zu tragen, was nicht immer geht, wenn viel los ist. Und zurzeit ist trotz Winter der Laden abends oft voll, weil gerade die Schulferien begonnen haben. Der letzte Freitag und Samstag war so überlaufen, dass wir zeitweise Gäste wieder wegschicken oder am Tresen auf einen Tisch warten lassen mussten.</p>
<p>Der Restaurantjob macht wirklich Spass, auch das Einarbeiten der neuen Kellnerinnen, aber vor allem das Reden mit den Gästen. Jeden Abend gibt es zumindest einen Gast, der besonders nett ist und sich Zeit nimmt, ein paar Worte mit mir zu wechseln und so bekomme ich einen kleinen Einblick in das Leben der Kiwis hier in Nelson. Insgesamt komme ich auf ca. 25 Stunden pro Woche und mit etwas mehr als dem Mindestlohn kann man gut Unterkunft und Essen zahlen, jedoch nicht ganz so viel für die weitere Reise sparen.</p>
<p>Ab dem 17. Juli hat das Restaurant für 3-4 Wochen geschlossen, so dass ich mich für diese Zeit bei der Fischfabrik beworben habe. Die Chancen stehen jedoch nicht so gut, denn die brauchen eigentlich niemanden mehr und auf der Warteliste standen viele Namen über mir.</p>
<p>Eine Möglichkeit ist, dass ich wieder anfange, hier im Hostel zu putzen. Außerdem fliegt Anthony mit seiner Freundin ab dem 21. Juli für einen Monat nach Kanada und ich könnte zwei Tage in der Woche die Rezeption machen. Also mal schauen, was sich alles so ergibt.</p>
<p>Übrigens: Normalerweise, also im Sommer, werden in vielen Hostels keine arbeitenden Backpacker aufgenommen, zumindest nicht für eine längere Zeit. Dies soll verhindern, dass sich feste Gruppen bilden und der interkulturelle Austausch gefährdet wird. Es gibt spezielle „Arbeiterhostel“, in denen hauptsächlich Asiaten wohnen. Übrigens: Viele Asiaten nehmen die knochenharten Jobs an, bei denen man z.B. pro Weinstaude bezahlt wird, über 11 Stunden am Tag schuftet und oft unter dem Mindestlohn bleibt. In Gesprächen mit anderen Reisenden haben wir schon von den wildesten Arbeitsbedingungen gehört.</p>
<p>Ich kann jetzt schon sagen, dass mir besonders der Restaurantjob gezeigt hat, dass man sich (fast) überall einarbeiten kann und sich nicht durch schlechte Erfahrungen vor Dingen verschließen sollte. Sehr von Vorteil ist auch, dass ich viel Englisch rede und höre und dadurch immer sicherer werde.</p>
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		<title>Jerry The Ripper</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 09:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Arbeit in der Fischfabrik ist doch vielfältiger als zunächst angenommen. Nachdem ich bisher schon Rogen von Parasiten befreien, Wiegen, Kartons falten, Hoki vom Eis befreien, Toothfish einpacken und Rogen nach Güteklassen sortieren durfte, stand heute das Aufschlitzen von frischem Hoki auf dem Programm. Messer zwischen den Brustflossen reinstechen&#8230;Zack&#8230;nach hinten durchziehen&#8230;Ratsch&#8230;fertig! Und der Fisch wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeit in der Fischfabrik ist doch vielfältiger als zunächst angenommen. Nachdem ich bisher schon Rogen von Parasiten befreien, Wiegen, Kartons falten, Hoki vom Eis befreien, Toothfish einpacken und Rogen nach Güteklassen sortieren durfte, stand heute das Aufschlitzen von frischem Hoki auf dem Programm.</p>
<p>Messer zwischen den Brustflossen reinstechen&#8230;<em>Zack</em>&#8230;nach hinten durchziehen&#8230;<em>Ratsch</em>&#8230;fertig! <span id="more-997"></span>Und der Fisch wird auf dem Fließband zur nächsten Station transportiert, wo der Rogen herausgenommen und auf das Rogen-Fließband gelegt wird, damit er von Parasiten befreit werden kann. Speed: ein Fisch in 3-4 Sekunden&#8230; Zack&#8230;Ratsch &#8230; &#8230; Zack&#8230;Ratsch &#8230; &#8230; Zack&#8230;Ratsch. 8 Stunden lang. Mehr als 5000 Fische. Und dabei möglichst nicht den Rogen verletzen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass man den Anblick von toten Fischen schon aus Fischtheken gewöhnt ist, daran, dass man sich kaum vorstellen kann, dass dieser Fisch einmal gelebt hat, oder daran, dass das Aufschneiden irgendwie auch ein bisschen Spaß macht, aber Mitleid kommt bei dieser Tätigkeit unerwarteterweise nicht auf. Zumindest bei mir. Es kann sogar recht lustig sein,vor Allem, wenn Rod Stewart dabei sein Lied &#8220;The First Cut Is The Deepest&#8221; aus dem Radio trällert <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Jerry The Ripper" class='wp-smiley' title="Jerry The Ripper Photo" /> </p>
<p>Ich bin auf jedenfall gespannt, was noch so alles kommt. Vielleicht hab ich irgendwann ja alle Stationen in der Fischfabrik durch und bin dann der ultimative Hoki-Filetier-Rogen-Ausnehm- und Verpack-Spezialist. Wir werden sehn. Jetzt geht&#8217;s erstmal ins Bett, damit ich morgen früh um 5 wieder fit bin und sich meine Hand von der sich hunderte Male wiederholenden Bewegung erholt hat. Gute Nacht an mich und schönen Tag an alle in Deutschland!</p>
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		<title>Endlich Fisch&#8230; ääääh, Arbeit!</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 06:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute morgen habe ich (Jere) mit meinem Job in der Fischfabrik begonnen. Da dies der erste Arbeitstag war und ich erst noch mit Kleidung ausgestattet werden musste, sollte ich bereits um 5:30 Uhr dort sein. Normale Arbeitszeiten betragen: Mo-Fr, 6 &#8211; 14:30 Uhr, 30 Minuten Mittagspause. Es gibt mit 13,18$/h etwas mehr als den Mindestlohn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen habe ich (Jere) mit meinem Job in der Fischfabrik begonnen. Da dies der erste Arbeitstag war und ich erst noch mit Kleidung ausgestattet werden musste, sollte ich bereits um 5:30 Uhr dort sein. Normale Arbeitszeiten betragen: Mo-Fr, 6 &#8211; 14:30 Uhr, 30 Minuten Mittagspause. Es gibt mit 13,18$/h etwas mehr als den Mindestlohn (12,50$). Nach 20 Schichten bekommt man dann 13,86$/h. Jeden Tag gibt es 7,50$ Schichtzulage. Für (freiwillige) Überstunden bekommt man 1,5-faches Gehalt und für (freiwillige) Wochenendarbeit sogar das doppelte.</p>
<p>Die Fima, bei der ich begonnen habe, stellt jedes Jahr zwischen Juni und September viele zusätzliche Leute ein, da in dieser Zeit Hoki-Saison ist. <span id="more-959"></span>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hoki" target="_blank">Hoki</a>, auch &#8220;Blauer Seehecht&#8221; oder &#8220;Neuseeländischer Langschwanz-Seehecht&#8221; genannt, kommt hauptsächlich in den pazifischen Gewässern rund um Neuseeland vor und kann Größen von bis zu 120 cm erreichen. Das weiße Fleisch des Hoki findet z.B. Verwendung im FischMac bzw. Fillet-O-Fish von McDonald&#8217;s™ und wird hierzulande oft als Fish&amp;Chips-Fisch gegessen. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rogen" target="_blank">Rogen</a> des Hoki gilt vor allem in Asien geräuchert als Delikatesse.<br />
Der Hoki steht auf Greenpeace&#8217;s roter Liste der Fische, die ein hohes Aussterbe-Risiko durch nicht nachhaltigen Fischfang haben. Die neuseeländische Regierung bestreitet das.</p>
<p>
<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/allg/macruronus_novaezelandiae.jpg" title="der Hoki" rel="lightbox[singlepic474]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/cache/474__320x240_macruronus_novaezelandiae.jpg" alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" title="macruronus_novaezelandiae" />
</a>
<br />
Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hoki" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Hoki</a></p>
<p>Leider sind auf dem gesamten Produktionsgelände Handys verboten, deshalb habe ich im Folgenden mal meinen heutigen und wahrscheinlich auch für die nächste Zeit täglichen Arbeitstag zusammengefasst.</p>
<p>4:30 Uhr &#8211; Aus meinem Handy ertönen die Klänge von Ronan Keatings &#8220;When you say nothing at all&#8221; und reißen mich aus meinem Schlaf. Ich schnappe mir den Kulturbeutel, mein Handtuch und meine Klamotten (gestern im Second-Hand Shop gekauft), gehe ins Bad und nehme eine kurze aber erfrischende Dusche zum Wachwerden. Danach schnell das letzte Stück der Pizza, die Claudi gestern aus dem Restaurant mitgebracht hat, in die Mikrowelle schieben, nochmals kurz ins Zimmer, den Autoschlüssel holen, die verbrannte Pizza aus der Mikrowelle holen und wegschmeißen und eine Schüssel CocoPops™ essen. Danach geht&#8217;s ab in die Kälte.</p>
<p>5:15 Uhr &#8211; Ich stehe vor dem Auto und frage mich, wie ich ohne Eiskratzer oder CD-Hülle die Windschutzscheibe freibekommen soll. Wer rechnet in Neuseeland schon mit Frost <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" class='wp-smiley' title="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit! Photo" />  Ein kurzer Griff in eine unserer großen Aufbewahrungsboxen im Van fördert eine Spülbürste zu Tage &#8211; oder besser gesagt zu Nachte. Besser als nichts denke ich und beginne, die Front- und Seitenscheiben zu schrubben.</p>
<p>5:20 Uhr &#8211; Ich sitze im Auto und fahre nach Instrumenten, da die Sicht irgendwie gestört ist. Zwischendrin stecke ich meinen Kopf immer wieder aus dem Fenster, da ich mich doch nicht ganz auf die Instrumente verlassen möchte.</p>
<p>5:25 Uhr &#8211; Ankunft am Hafen von Nelson bei einem global agierenden Seafood-Unternehmen. Vor dem Haupttor treffe ich Birdie und Clive &#8211; sie Maori, er Kiwi, beide so zwischen 50 und 60 Jahre alt. Die beiden hatte ich bereits am vorhergehenden Tag bei einer einstündigen Einführungsveranstaltung mit anschließendem Formular- und Papierkrieg kennengelernt. Die beiden sind genauso müde und trotzdem gespannt wie ich.</p>
<p>5:30 Uhr &#8211; Wir werden von einer Mitarbeiterin, Annie, abgeholt und in die Kleiderkammer geführt, wo wir mit uns kurzärmligem Oberteil, Hose, Baumwoll-Handschuhen, Haarnetz und für mich speziell Bartnetz ausstatten &#8211; alles in weiß. Danach geht es ins Magazin, wo wir weiße Gummistiefel, Fell-Einlagesohlen, Gehörschutz und ein Vorhängeschloss für unseren Spind bekommen.</p>
<p>5:55 Uhr &#8211; Nachdem wir uns umgezogen und unsere <a href="http://www.schaefer-shop.de/shop/spinde/10,752,0,0,0,0,TN/" target="_blank">Spinde</a> häuslich eingerichtet haben <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" class='wp-smiley' title="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit! Photo" /> , treffen wir uns mit Annie und einer weiteren Mitarbeiterin, Bet, in der Cafeteria. Dort holen wir uns einen Kaffee/Latte/Mocca/Heiße Schokolade/Tee (alles gratis) und setzen uns gemeinsam an einen Tisch, wo wir Sicherheitsregeln, Notfallpläne und Arbeitsabläufe beigebracht bekommen, die wir anschließend in einem Mini-Test wiedergeben müssen.</p>
<p>7:30 Uhr &#8211; Bet führt uns über das Fabrikgelände &#8211; immer innerhalb der gelben Linien, die die Walkways markieren &#8211; zur sogenannten Wetfish-Factory, dem Gebäude, in dem frischer Fisch verarbeitet wird. Dort müssen wir mit unseren Gummistiefeln durch ein kleines Schuh-Bad laufen, um keinen Schmutz in die Produktionsstätte zu tragen. Bet zeigt uns die Händewaschprozedur, die uns sowohl am vorhergehenden Tag als auch bei der Erklärung der Arbeitsabläufe eingebläut wurde: wash &#8211; rinse &#8211; dry &#8211; sanetize. Danach schnappen wir uns ein Paar blaue Vinyl-Handschuhe, die wir über die baumwollenen ziehen, desinfizieren diese und marschieren in die Produktionshalle. Viele Fließbänder, an denen verschiedenste Dinge wie ausnehmen, schuppen, filetieren u.a. gemacht werden.</p>
<p>7:45 Uhr &#8211; Bet übergibt uns in die Hände von Gemma, unseres Supervisors und direkten Vorgesetzten. Gemma führt uns zu unserem Arbeitsplatz, einem kleinen Stück Fließband, auf dem der Rogen der Fische vorbeifährt. Bevor wir uns jedoch ans Fließband stellen, ziehen wir uns noch eine Plastikschürze über, damit wir uns nicht komplett einsauen. Danach zeigt uns Gemma, dass sich auf den meisten Rogen weiße, madenähnliche Parasiten von 1-3 cm Länge festgesaugt haben. Sie sagt das wäre normal und erklärt uns, dass unsere Aufgabe darin besteht, diese Parasiten vom Rogen zu zupfen und zu entsorgen.</p>
<p>
<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/allg/fisch_organe1a.jpg" title="Nummer 7 = Rogen" rel="lightbox[singlepic472]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/cache/472__320x240_fisch_organe1a.jpg" alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" title="fisch_organe1a" />
</a>
<br />
Nummer 7 ist der Rogen. Quelle: <a href="http://www.suz-mitte.de/naturforscher/forscher_fisch_innere_organe.htm" target="_blank">http://www.suz-mitte.de/naturforscher/forscher_fisch_innere_organe.htm</a></p>
<p>
<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/allg/hechtbandwurm2.jpg" title="Hier ein Hechtbandwurm, die Parasiten auf de mHoki-Rogen sehen aber ähnlich aus, nur etwas dicker." rel="lightbox[singlepic473]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/cache/473__320x240_hechtbandwurm2.jpg" alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" title="hechtbandwurm2" />
</a>
<br />
So ähnlich sehen die Parasiten aus. Quelle: <a href="http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/hechtbandwurm.htm" target="_blank">http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/hechtbandwurm.htm</a></p>
<p>8:00 Uhr &#8211; 15 Minuten Frühstückspause. Wir werfen unsere Plastikschürzen und Vinyl-Handschuhe in den Müll und Clive und ich gehen in die Cafeteria, wo wir uns ein Sandwich und einen Gratis-Mocca genehmigen (der übrigens für Automatenkaffee echt top schmeckt). Danach geht&#8217;s wieder ans Fließband zum Parasiten-Zupfen &#8211; natürlich nach der Händewasch-, Handschuh- und Schürzenprozedur.</p>
<p>9:00 Uhr &#8211; Ein lautes Tröt-Signal ertönt und alle Förderbänder halten an. Clive und ich sehen uns fragend um. Eine dicke Maori-Dame, die uns am Fließband gegenüber steht, ruft uns zu, dass es Zeit für eine Micro-Pause ist und wir uns dehnen und bewegen sollen. Diese Pausen finden jede Stunde statt, um Muskelverspannungen vorzubeugen. Dankbar beginnen wir, unsere Muskeln zu dehnen, zu entspannen und ein wenig herumzulaufen. Nach 3 Minuten geht das Fließband wieder an und wir zupfen wieder.</p>
<p>10.00 Uhr &#8211; 15 Minuten Raucherpause. Ich setzte mich mit einem Gratis-Mocca in die Sonne und entspanne meinen Rücken, der langes Stehen nicht gewöhnt ist.</p>
<p>12:00 Uhr &#8211; 30 Minuten Mittagspause. Ich gehe in die Cafeteria, kaufe mir eine Portion Fish&amp;Chips (hmmm, frisch!) und geselle mich zu Clive an den Tisch. Dieser erzählt mir, dass er bereits verschiedenste Jobs vom Pubbesitzer über Touristenführer im schönen Doubtful Sound bis hin zum Seemann auf einem Fischkutter hatte.</p>
<p>12:30 Uhr &#8211; Zurück in der Wetfish-Factory gibt Gemma mir die Aufgabe, Schachteln zu falten und diese mit abgewogener Ausschussware vom Rogen-Band zu füllen. Die 7,5kg-Schachteln staple ich auf einem Gitterwagen.</p>
<p>14:30 Uhr &#8211; Nach weiteren Micro-Pausen ist nun endlich Feierabend. Ich ziehe mich um und fahre zurück ins Hostel. Endlich Wochenende! <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" class='wp-smiley' title="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit! Photo" /> </p>
<p>Fazit: Die Arbeit hört sich ekliger an, als sie in Wirklichkeit ist. Die Rogen sehen aus wie ein geädertes Hähnchenbrustfillet und fühlen sich auch so an. Wenn mal ein Rogen aufplatzt (passiert ständig), dann wird&#8217;s etwas etwas glitschig und ein kaviarähnlicher Brei läuft über das Band. Ist aber nicht weiter schlimm. Der Geruch hält sich in Grenzen, da es sich um fangfrischen Fisch handelt. Die Parasiten sind zwar nicht besonders appetitlich, da man aber Handschuhe trägt, ist das alles kein Problem. Es läuft den ganzen Tag Radio und zwar in einer Lautstärke, die man auch durch den Gehörschutz gut hört. Dadurch ist es nicht ganz so langweilig.<br />
Die Firma an sich macht einen guten Eindruck. Man wird als neuer Mitarbeiter professionell und routiniert eingelernt und bekommt hierbei auch viele Informationen über die Firma. Sicherheit wird hier groß geschrieben. Man bekommt gefühlte zehnmal erzählt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Unfälle zu vermeiden.<br />
Die Cafeteria ist relativ günstig und es schmeckt ordentlich. Zumindest Fish&amp;Chips und Sandwiches <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit!" class='wp-smiley' title="Endlich Fisch... ääääh, Arbeit! Photo" />  Kostenlose Heißgetränkeautomaten und Wasserspender stehen auf dem ganzen Firmengelände.</p>
<p>Ich denke hier kann ich es ein bis zwei Monate aushalten, um Geld für die Weiterreise anzusparen. Im Schnitt verdiene ich so nach Abzug der Steuern das doppelte dessen, was ich am Tag für Hostel und Essen ausgebe. Und von den Steuern kann man nach der Abreise wieder einen Teil zurückerstattet bekommen, vorausgesetzt man beißt sich durch durch Formulare zum Lohnsteuerausgleich.</p>
<p>Das einzige was mich stört sind die moralischen Gewissensbisse aufgrund der Hoki-Überfischung… was meint ihr? Würdet ihr persönlich dort arbeiten? Auch mal ganz abgesehen von der (für manche sicherlich ekligen) Arbeit an sich?</p>
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		<title>Neue Bedienung in der Pizza Bar in Nelson</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 03:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Claudi hat es geschafft. Sie hat bisher als einzige von uns dreien einen Job hier in Nelson bekommen und zwar als Bedienung in der Pizza Bar, einer kleinen aber feinen Pizzeria in der Hardy Street. Wir waren natürlich gleich mal dort und haben die Qualitäten von Claudi als Bedienung getestet und die Pizzen einer Geschmacksprobe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Claudi hat es geschafft. Sie hat bisher als einzige von uns dreien einen Job hier in Nelson bekommen und zwar als Bedienung in der Pizza Bar, einer kleinen aber feinen Pizzeria in der Hardy Street.</p>
<p>Wir waren natürlich gleich mal dort und haben die Qualitäten von Claudi als Bedienung getestet und die Pizzen einer Geschmacksprobe unterzogen.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/AdZzBU6xXzY" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>Für alle, die die Pizza Bar besuchen möchten:</p>
<p>Pizza Bar &#8211; PIZZA | PASTA | BAR | CAFE<br />
105 Hardy Street<br />
NELSON<br />
<a href="http://www.pizzabar.co.nz/" target="_blank">http://www.pizzabar.co.nz/</a></p>
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