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	<title>Neuseeland Blog &#187; Australien</title>
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	<description>Work &#38; Travel ganz rechts unten</description>
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		<title>Ahhh&#8230;das brennt so!</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 12:08:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir trafen uns mit Olga, Fabi und Fini so früh wie möglich, damit wir etwas Zeit miteinander hatten, bevor Jere und ich wieder zurück zu Pip fuhren, um mit ihr noch ein wenig Deutsch zu üben. Auch an diesem Tag entspannten wir uns wieder, gingen durch Chinatown, spazierten durch die Stadt und ließen es uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p>Wir trafen uns mit Olga, Fabi und Fini so früh wie möglich, damit wir etwas Zeit miteinander hatten, bevor Jere und ich wieder zurück zu Pip fuhren, um mit ihr noch ein wenig Deutsch zu üben. Auch an diesem Tag entspannten wir uns wieder, gingen durch Chinatown, spazierten durch die Stadt und ließen es uns erneut gut gehen. Leider mussten wir uns dann doch verabschieden und Jere und ich gingen zurück zum Bahnhof. Auf dem Weg entschieden wir, noch eine Kleinigkeit bei McDonalds zu essen. Auf der halben Bahnstrecke nach Hause fiel uns plötzlich auf, dass die Kamera weg war. Wir sprangen aus der Bahn und fuhren schnell zurück zum McDonalds, wo sie eine Mitarbeiterin wieder an uns übergab. Das war ein Schreck! Puh, da hatten wir (und auch ihr) echt Glück gehabt, dass die in dem belebten McDonalds in der Innenstadt noch da war!<span id="more-1629"></span></p>
<p>An einem Nachmittag fragte uns Pip, ob wir in mit ihr in die Blue Mountains fahren wollten. Nach autralischen Maßstäben waren sie „ganz in der Nähe“. Die Blue Mountains mit den „Three Sisters“ (3 Felsen) sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Die Berge bekamen ihren Namen, weil das Eukalyptusöl die Luft blau färbt und die Berge dadurch blau zu sein scheinen. Das gibt es auch in vielen anderen Wäldern, aber hier hat man es wohl das erste Mal entdeckt. Wir fuhren also eine Weile und Pip zeigte uns einen netten Aussichtspunkt, an dem nicht so viele Touristen rumlungerten und von dem aus man am Horizont Sydney erkennen konnte. Die Three Sisters sparten wir uns.</p>
<p>Auf dem Rückweg kehrten wir noch bei Pips Arbeitskollegen Rob ein und tranken einen Tee zusammen.<br />
 In den nächsten Tagen setzten wir Pips Wohnzimmerpläne in die Tat um. Zuerst entwarfen Jere und ich am Computer ein 3D Modell von ihrem Wohnzimmer und färbten dann die Wände ein. Pip entschied sich für eine Variante und wir kauften die Farben und Zubehör. Am nächsten Tag klebten wir die Wände ab und strichen, was das Zeug hielt. Das Ergebnis war wirklich total schön und das bisherige helle Gelb an den anderen Wänden wurde durch das neue Grün an zwei der Wände aufgewertet. Am Abend des ersten Streich-Tags gab&#8217;s noch ein BBQ mit gegrillten Garnelen und Känguruh-Fleisch, welches sehr sehr lecker schmeckte. Arme süße Känguruhs <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt="Ahhh...das brennt so!" class='wp-smiley' title="Ahhh...das brennt so! Photo" /> </p>
<p>Als eine Art Abschiedsausflug plante Pip mit uns einen ganzen Tag. Zuerst fuhren wir in die Stadt an einen schmalen Strand, von dem aus man die Flugzeuge auf dem Sydneyflughafen starten und landen sehen kann. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem richtig großen Strand. Hier gingen Jere und ich dann auch in die großen Wellen. Gwen und Jordan, die ebenfalls mitgekommen waren, tauchten nur ihre Füße ins Wasser. Die Wellen waren wirklich riesig und ich hatte richtig Probleme, mich auf den Beinen zu halten. Oft schlugen sie über mir zusammen und rissen mich mit zum Strand. Auch als ich versuchte unten drunter durch zu tauchen wurde ich mitgerissen. Ziemlich bald brauchte ich eine Pause. Jere hatte so viel Spaß, dass ich dann doch noch einmal rein ging. Als ich auf Jeres Höhe ankam und mich eine Welle umspühlte, zwickte mich auf einmal etwas in den Oberschenkel und im nächsten Moment brannte das ganze Bein. Ich lief schnell hinaus und auch das andere Bein fing an zu brennen. Ich konnte zuerst nichts erkennen, dann sah ich sie: Einzelne kleine dünne durchsichtige Fäden mit blauen Punkten drin waren um meine Beine gewickelt. Als ich sie abriss, brannte es auch an meinen Fingern. Ich lief mit Jordan zusammen den Strand hinauf zum Lebensretterzentrum. Dort stand dann auch schon eine Tafel mit Sofortmaßnahmen bei Blue Bottle Stichen. Ich war erst mal beruhigt, dass so etwas anscheinend häufiger hier vorkommt. Ein Liveguard kam auch gleich heraus und gab mir die einfachen Anweisungen zu duschen und danach die betroffenen Stellen etwas mit Eis zu kühlen. Das ganze tat dann noch eine Stunde weh, aber das Eis half etwas.</p>
<p>Wir setzten uns dann noch unter einen Baum und aßen Fish&amp;Chips zu Mittag &#8211; eine der wenigen Speisen, die ich an Australien und Neuseeland vermissen werde. Danach fuhren wir zum South Head und zu „The Gap“ einer Felsformation am Eingang zum Hafen von Sydney. Hier kann man auf das offene Meer hinaus schauen und viele nutzen die steilen Klippen leider für ihren Selbstmord. Deswegen gibt es hier auch Sorgentelefone und hohe Begrenzungszäune. Das Wetter war bullig warm, so dass es uns schnell zum Klimaanlage-gekühlten Auto zurück zog. Auf dem Rückweg fuhren wir durch die ganz reichen Gegenden Sydneys und machten hier und dort etwas langsamer, um die riesigen Villen anzuschauen. Insgesamt ein sehr schöner Ausflug! Die Blue Bottle Stiche waren auch die nächsten Tage noch sichtbar in Form von dicken gepunkteten Streifen.</p>
<p>Am Samstag, den Tag vor unserem Abflug gingen Jere und ich noch ein letztes Mal in die Stadt, denn zwei Programmpunkte hatten wir noch auf unserer Liste: Die Sydney Oper und das Museum of Contempoary Arts. Für die Eintrittskarten der Tour im Museum konnten wir Gutscheine aus dem Touristenbuch nehmen, das Roland und Yvi uns hinterlassen hatten. Diese Touristencoupons bekommt man wohl kostenlos in allen Touristeninformationen der Stadt. Dadurch bekamen wir zwanzig Prozent Rabatt auf die „Essential-Führung“. Hierbei bekommt man Kopfhörer aufgesetzt und ein Führer läuft mit der Gruppe durch das Gebäude und erklärt ein paar Sachen. Durch die Kopfhörer kann man ihn jeder Zeit gut hören. In einem der Säle lief gerade die Oper Carmen und wir schauten eine Weile auf einem Bildschirm zu. Wir sahen uns außerdem den „alternativen“ Konzertsaal an, der z.B. für kritische Satire und Politikaktionen benutzt wurde und den großen Saal des Sydney Synphonieorchesters, wo zur Zeit John Malcowich in einer Produktion auftritt. Dieser Saal ist wirklich beeindruckend und sehr schön, genau wie die Sydney Oper an sich!</p>
<p>Der Architekt Jörn Utzon hatte damals bei einem Wettbewerb gewonnen, obwohl er die Wettbewerbsregeln nicht eingehalten hatte. Er reichte eigentlich nur sehr grobe Handskizzen ein und war als Kandidat schon aussortiert worden, als ein Jurymitglied dann doch seinen Entwurf noch mal herausholte und sich dafür entschied. Als das Fundament gebaut wurde, war noch nicht klar, wie diese Segelkonstruktionen halten sollten, ganze Arbeitsgruppen befassten sich mit der Aufgabe und das Gebäude wurde als unbaubar verurteilt. Der Architekt selbst fand eine Lösung. Die geplanten 3 Jahre Bauzeit und 7 Millionen Dollar konnten bei weitem nicht eingehalten werden (am Ende 120 Millionen Dollar und 16 Jahre) und an einem Punkt verlor der Architekt wohl die Unterstützung der Stadt, verließ Autralien und kam nie wieder zurück. Als kleine Versöhnung gestaltete er aus der Ferne kurz vor seinem Tod noch einen Veranstaltungsraum der Oper, den wir uns auch ansahen. Leider durften wir in den Konzertsälen keine Fotos machen. Videoaufnahmen waren generell verboten. Am Ende der Führung konnte man Bilder der Säle mit uns reinmontiert kaufen&#8230; nicht so toll.</p>
<p>Die Führung fand ich trotzdem gut, denn man bekommt mal einen generellen Eindruck der Oper. Im Nachhinein hätte ich doch gerne ein Stück hier gesehen. Leider sind die Veranstaltungen oft recht teuer. Nächstes Mal!</p>
<p>Das Museum of Contemporary Arts muss eigentlich nicht groß erwähnt werden. Wir waren nur 20 Minuten drin. Es ist kostenlos und nicht besonders groß. Die einzige wirklich interessante Ausstellung (Fotos) hätte Extra-Eintritt gekostet. Ansonsten gab es ein Stockwerk mit Aboriginal Kunst und eines mit ganz abgefahrener komischer Kunst, wie Holzbalken mit Toastbrot drauf. Oder ein halbes Brot mit einem sich bewegenden Fellbündel davor.</p>
<p>Als Abschied aßen wir noch in einem leckeren italienischen Restaurant am Hafen und fuhren zurück zu Pip, um uns auf unseren nächsten Kontinent vorzubereiten.</p>

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		<title>Junge Hüpfer und Schreihälse</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 13:56:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da Caro und Freddy ebenfalls ihre Reise vortsetzten, waren wir nicht besonders traurig, in unsere neue Familie zu wechseln. Wir sind sehr dankbar, dass Anu und Jimmy uns aufgenommen haben, gerade über Silvester und Weihnachten. Trotzdem haben wir uns nie so wirklich mit ihnen annähern können. Sie haben uns am ersten Abend stolz erzählt, dass [...]]]></description>
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<p>Da Caro und Freddy ebenfalls ihre Reise vortsetzten, waren wir nicht besonders traurig, in unsere neue Familie zu wechseln. Wir sind sehr dankbar, dass Anu und Jimmy uns aufgenommen haben, gerade über Silvester und Weihnachten. Trotzdem haben wir uns nie so wirklich mit ihnen annähern können. Sie haben uns am ersten Abend stolz erzählt, dass sie im vergangenen Jahr über 50 Helfer hatten. Wie sich herausstellte, ist das nicht unbedingt das Beste. Die beiden waren so daran gewöhnt, dass ihnen geholfen wird, dass sie die Arbeit nicht mehr schätzten und auch nicht die Gesellschaft. So kamen leider keine wirklichen Gespräche zustande und es fand kaum Austausch statt, was wir immer als das Interessanteste am Wwoofing/HelpX-Prinzip empfanden. Zum Teil war es leider schon eine richtige Bedienstetenstelle, da wir hinter ihnen her putzten. Die Arbeitszeit ging auch streng genommen über die 4 Stunden am Tag hinaus, es gab keinen eingeplanten freien Tag. Wenn wir anwesend waren, also nicht in der Stadt, dann bekamen wir fortlaufend Aufgaben. Wir haben auch schon in anderen Familien Essen gekocht/bereitet und es zählte nicht zur Arbeitszeit, aber dann hatten wir es entweder nur für uns gemacht oder die Familien haben auch viel mit geholfen. Naja.. haben wir das auch mal erlebt. Zu unserem großen Glück waren Caro und Freddi da, die Anu und Jimmy als erste Helferfamilie hatten und nichts anderes gewöhnt waren. Mit den beiden haben wir dann unseren Bedarf nach Austausch befriedigt, hatten unheimlich viel Spaß und haben viel zu viel gegessen! Vielen Dank euch zweien und wir wünschen euch noch eine schöne Zeit in Australien!</p>
<p>Ganz anders als diese Erfahrung sollte unsere letzte Familie werden! Wir sind so froh, dass wir Pip zum Abschluss unserer Australienreise noch kennenlernen durften! Diese Erfahrung war einfach super toll!<span id="more-1623"></span></p>
<p>Mit unseren zwei großen und zwei kleinen Rucksäcken setzten wir uns von Anu und Jimmy aus in Bewegung. Anu hatte sich am Abend davor noch von uns verabschiedet, Jimmy kümmerte es nicht so, denk ich. Freddy fuhr uns mit Wills Auto zum Bahnhof. Schlau, wie wir dachten, nahmen wir die kürzeste Route der Bahnstrecke, die nicht über das Zentrum führte. Aber da haben wir falsch gedacht, denn wie bei den Berliner S-Bahn wird auch hier immer irgendwo gebaut, so dass wir auf Schienenersatzverkehrbusse umsteigen mussten. Alles ein bisschen anstrengend mit unserem Gepäck, aber nach einigen Stunden, gefühlten Tagen und Wochen kamen wir tatsächlich am Zielbahnhof in Blacktown an. Auf der Fahrt wurden wir ein wenig nervös, weil wir uns wirklich eine gute Erfahrung zum Abschluss für Australien wünschten und Jimmy uns vor der „bösen Gegend“ in die wir jetzt fuhren, gewarnt hatte. Wir riefen Pip an und in kurzer Zeit war sie mit ihrem Auto am vereinbarten Punkt. Sie hatte ihren achtzehnjährigen Sohn mitgebracht, der genau wie Pip gleich total sympatisch und locker war.</p>
<p>Zuhause angekommen (ein kleines Haus mit Garten, nicht, wie wir befürchtet hatten, eine Wohnung im Ghetto!), bezogen wir Pips Schlafzimmer, dass sie uns zur Verfügung stellte. Sie zog dafür in das Zimmer ihrer Tochter ein, die nicht sehr begeistert davon war. Die meiste Zeit schlief Pip sogar auf der Couch im Wohnzimmer! Das tat uns so leid, aber Pip schien das nicht zu stören. Wir setzten uns gleich mit Pip in den Garten und fingen an zu schwatzen. Rhys, der Sohn, zog mit ein paar Freunden los und genoss die letzten freien Tage, bevor sein Arbeitsleben anfing. Er hatte nämlich gerade die Schule abgeschlossen und wie viele seiner Freunde noch kein Studium im Kopf. In Australien kostet studieren nämlich auch ein kleines Vermögen, wie die Freunde mir später erklärten und deshalb hatten viele von ihnen jetzt erst mal einen kleinen Job, um etwas Geld zu sparen und ins Arbeitsleben hineinzuschauen. Wie bei vielen Abgängern hatten sie sowieso noch keine richtige Idee, was sie studieren sollten. Pip war super lustig und entspannt. Im Internet hatte sie schon geschrieben, dass sie nur zwei Stunden Deutsch am Tag lernen wollte und den Rest der Zeit hätten wir frei. Als wir mit ihr plauderten, machte sie deutlich, dass sie alle gerade Ferien haben (sie ist Religionslehrerin, die Tochter Jordan wohnt während der Schulzeit bei ihrer Schwester in Tasmanien und geht dort auf die Schule) und wir uns einfach in die entspannte Atmosphäre integrieren sollten. Sie verlangte also eigentlich gar keine Arbeit. Ich hoffe nur und wünsche mir ganz doll, das sie niemals ausgenutzt wird!</p>
<p>Wir nahmen uns natürlich trotzdem vor, ihr so viel mit ihrem Deutsch zu helfen, wie wir können und auch sonst ein paar Sachen zu finden, die wir machen können. Bald stellte sich heraus, dass sie plante, ihr Wohnzimmer neu zu streichen und hierin sahen wir unsere Chance einen Teil wieder an sie zurück zu geben. Obwohl sie uns vor ihrem „schrecklichen“ Kochtalent gewarnt hatte, schmeckte alles ausgezeichnet! Ganz im Gegensatz zur letzten Familie wurden hier abgelaufene Lebensmittel entsorgt und Pip legte (in normalen Maßen) Wert auf Sauberkeit, so dass wir uns im Haus sehr wohl fühlten.</p>
<p>Am Nachmittag lernten wir ihre Tochter Jordan kennen, von der sie uns bis dahin schon einiges erzählt hatte. Jordan ist 17 und gerade in einer ganz starken Rebellenphase. Ich fand das ja superspannend. Sie hatte erst vor kurzem ihre dunklen Haare teilweise gefärbt, ein stück ihres Kopfes rasiert und hinter dem Rücken ihrer Mutter ein Augenbrauenpiercing stechen lassen. Zur Zeit hatte sie Hausarrest (sie war nur bei der anderen Schwester von Pip, die genau wie die Eltern nur eine Straße weiter wohnten), weil sie an einem Abend nicht nach Hause gekommen war und ihrer Mutter und der ganzen Familie einen riesigen Schrecken eingebrockt hatte.</p>
<p>Eine weitere spannende Geschichte: Eine ehemalige Kollegin von Pip hat ebenfalls ein Profil auf der HelpX Seite und Pip erzählte uns, wie sie schon mehrere Helfer von dort gerettet hatte. Drei lernten wir kurz darauf kennen. Die junge Französin Gwen, die ganz allein in Australien unterwegs war, wurde von der verrückten Kollegin quasi verfolgt und über alle Kanäle des Internets attackiert. Weil Gwen in 2 Tagen Gebrutstag hatte, planten wir eine „kleine“ Party, die ziemlich groß wurde. Wir kochten und bereiteten den ganzen Tag vor, machten einen Schmetterlingkuchen und Pip lud ihre Familie und Rhys Freunde ein. So wurden wir eine richig große Gruppe und amüsierten uns ganz toll. Die anderen zwei Franzosen, die aus dem Haus der verrückten Frau rausgeflogen sind, waren auch super lustig und zusammen mit Rhys Freunden stürzten wir uns nach der Party in das Nachtleben. „Ganz in der Nähe“, was in australischen Maßstäben auch mal eine halbe Stunde Autofahrt sein kann, gibt es einen großen Tanzschuppen mit Gesichtskontrolle und wer nicht die richtigen Klamotten an hat, kommt auch nicht rein. Ich als normaler Backpacker hab nur Flip Flops, Turnschue und Wanderschuhe mit, die alle drei ein Ausschlusskriterium gewesen wären. Eine Freundin von Rhys Freundin Elli (Italienerin, hat am ersten Tag ganz spontan für uns super leckere Pasta gekocht) borgte mir dann ein paar schicke flache Schuhe, damit ich mitkommen konnte. Der Club erstreckte sich über mehrere Gebäude und Außenbereiche und war echt ganz witzig. Wenn man in den Tanzbereich wollte, musste man 10 Australische Dollar (7 Euro) zahlen, ansonsten war der Eintritt frei. Wasser gab es umsonst, was ich ja total sympatisch finde. Die Clubs hier müssen das wohl machen, um Alkoholprobleme etwas einzugrenzen. Jordan durfte nicht mit, weil sie erst 17 ist. Pip und die australische Gesellschaft ist da ganz streng und die Kinder dürfen tatsächlich nichts trinken, bevor sie 18 sind. Pip erzählte uns von dem 18ten Geburtstag von Rhys, für den sie sich die Einverständniserklärungen der Eltern holen musste, weil ein paar der Gäste noch unter 18 waren. Sie hat dann alle Eingänge bewacht, die Taschen der Kids durchsucht und die Autoschlüssel abgenommen, damit die über 18jährigen keinen Unsinn machen. Irgendwer hatte es aber dann doch geschafft (über ein Geschenk) starken Alkohol einzuschmuggeln und ein Minderjähriger hatte sich stark betrunken. So ist das eben, wenn sich die Kids nicht an den Alkoholkonsum gewöhnen können. Die neu gewonnene „Freiheit“ merkte man Rhys Freunden total an. Bei jeder Gelegenheit stand Alkohol im Vordergrund.</p>
<p>Da Rhys und seine Freunde sich in alle Richtungen verstreut hatten, gingen die drei Franzosen und wir in den Tanzbereich und hatten viel Spaß. In Neuseeland und Australien hatten wir bisher nur wenig von der aktuellen Musik mitbekommen, weil wir nie Radio gehört oder MTVgesehen hatten. Genau wie bei den Nachrichten leben wir quasi auf dem Mond.</p>
<p>An einem Tag brachen Jere und ich in den nahegelgenen Featherdale Wildlife Park auf. Ein Ziel für unsere Australienreise war nämlich, dass wir Käguruhs und Koalas sehen. Aus dem Internet holten wir uns vorher die Viva Sydney-Card (kostenlos; findet man bei Google), mit der man auf viele Preise 50 Prozent Rabatt bekommt, so dass wir nur 11,50 Dollar Eintritt für uns beide zusammen zahlten. Und tatsächlich gab es Koalas und Kängurus zum Anfassen! In vielen anderen Parks zahlt man für den Koalabereich extra oder man muss das Foto kaufen etc. Hier jedoch gab es keine Zusatzkosten und man konnte selbst fotografieren. Der Park ist sehr schön angelegt, wie ein Wildpark, alles sehr natürlich. Es gibt eine riesige Anzahl an Vögeln, aber auch Tasmanische Teufel, giftige Schlangen und ein Krokodil. Wir liefen durch den ganzen Park und betrachteten die Tierwelt Australiens. Koalas sind total faul und hängen genau wie Faultiere meist nur rum und knabbern an ein paar Blättern. Sie riechen ganz stark nach Eukalyptus und mögen es nicht, wenn man sie am Kopf anfässt. Die Kängurus fütterten wir mit gekauftem Trockenfutter und versuchten, ein paar schöne Bilder hin zu bekommen. Wie bei einem Museumsbesuch ist dann irgendwann auch mal wieder gut und wir sagten Good-Bye zu den süßen Tieren.</p>
<p>Die Deutschstunden mit Pip waren eher unregelmäßig, aber ich denke, wir konnten ihr trotzdem ein Stück weiter helfen. Sie plant eine Europareise Ende diesen Jahres mit Aufenthalt bei Bekannten (z.B. jetzt auch uns). Vor Allem Deutschland hat es ihr angetan, weil ihre Familie ursprünglich aus Deutschland stammt. Wir waren voll im Familienleben integriert und die Tage rannten nur so vorbei. Sehr spannend war zu sehen, wie Facebook in der Familie genutzt wurde. Alle waren angemeldet und sehr aktiv. Rhys und Jordan bekamen für jede ihrer Statusmeldungen einen Kommentar ihrer Mutter, was ich sehr witzig fand. Obwohl beide Kinder ein Mobiltelefon haben, kommunizieren sie meist über Facebook, wenn sie an unterschiedlichen Orten sind.</p>
<p>Mit Jordan und Gwen besuchten wir verschiedene Malls (Einkaufszentren) der Umgebung. Beim Besuch der örtlichen Mall entdeckten wir auch den Grund, warum Jordan nicht mehr hier in Sydney zur Schule gehen durfte: Jordan hatte sich Freunde gesucht, die nicht gerade die Engel der Gesellschaft sind. Ich fand das alles auf jeden Fall spannend. Meine Eltern hatten es doch super leicht mit mir!</p>
<p>An einem Tag meldeten sich Olga, Fabi und Fini bei uns, die kleine Familie, die wir beim Campen auf der Nordinsel in Neuseeland kennengelernt hatten. Sie waren nun in Sydney angekommen, wo sie ein paar Tage Aufenthalt hatten, bevor sie weiter zu ihrem Zielort Perth in Australien flogen, an dem Olga ein Auslandssemester einlegt. Wir trafen uns an einem Vormittag in der Innenstadt und wanderten durch den botanischen Garten. Es war unglaublich warm und als wir an einer Kreuzung Pause machten, um etwas im Schatten auszuruhen, entdeckten wir plötzlich so kleine Bündel in den Bäumen: jede Menge Flughunde (die hübschen mit Fell und nicht so einer komischen Nase) hingen kopfüber an jedem Ast. Je mehr wir uns umschauten, um so mehr sahen wir. Die hingen dort mitten am Tag rum und fächerten sich ab und zu einmal mit den Flügeln Luft zu. In einem Teich schwammen Süßwasseraale, die sich dort nach jeder Reinigung immer wieder einnisteten und keiner weiß, woher sie kommen. Der Tag mit der kleinen Familie war total entspannt. Wir fuhren ein wenig mit der Fähre umher, aßen in einem Foodcourt (großer Platz im Einkaufszentrum mit Essständen außen herum. Jeder kann sich das Essen vom Stand seiner Wahl holen und dann treffen sich alle in der Mitte und essen zusammen,) und verabredeten uns noch einmal für den nächsten Tag.</p>
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		<title>Pinata, Shampoo und Yum Cha</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 02:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Europa kommen wohl höchstens die Finnländer am ersten Januar nach einer heißen Saune in den Genuss, in der freien Natur in ein Wasserloch zu hüpfen. Hier in Australien war das an einem solchen heißen ersten Tag des Jahres nur die logische Folge: Nachdem wir in unserem Camper (der immernoch schräg und in der Sonne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p>In Europa kommen wohl höchstens die Finnländer am ersten Januar nach einer heißen Saune in den Genuss, in der freien Natur in ein Wasserloch zu hüpfen. Hier in Australien war das an einem solchen heißen ersten Tag des Jahres nur die logische Folge: Nachdem wir in unserem Camper (der immernoch schräg und in der Sonne stand, auch wenn wir Jimmy gebeten haben, ihn umzustellen) von der sich entwickelnden Hitze aufwachten, ließen wir den Tag ganz ruhig angehen. Anu und wir erzählten uns gegenseitig von unserem letzten Tag des Jahres und Anu fragte uns, ob wir am Nachmittag noch einmal Lust hätten, zum Wasserloch zu wandern. Erst dachten wir an den steilen Hang und was für eine Qual das bei der steigenden Hitze sein möge, aber das kalte Wasser und der natürliche Sprungturm waren dann doch zu verlockend. Außerdem freuten wir uns darauf, Sharon, die Kinder und die Franzosen wieder zu sehen. Es stellte sich heraus, dass die Franzosen zuhause geblieben waren und das ihr letzter Tag bei Chris und Sharon war.</p>
<p>Also kletterten „nur“ wir Helfer (Caro, Freddy, Lena, Carina, Tina, Anja und Katrin(?), Harry, Jere und ich) zusammen mit Sharon, Tommy, William, Jimmy, Anu und Will (Jimmys Sohn) den steilen Hang zum Wasserloch hinunter und erfrischten uns in dem kühlen Nass. Das Wasser war viel wärmer als beim letzten Mal, was dem Genuss jedoch nicht schadete. Ein paar Mal sprangen wir außerdem von der Klippe, ich probierte einen Salto und kam heil unten an, was Jimmy sehr beeindruckte und ihn in seinen scherzhaft gemeinten Machosprüchen etwas einschränkte. Nach genug Abkühlung kletterten wir den steilen Hang wieder hoch. Diesmal ging es erstaunlicherweise schon viel einfachen.<span id="more-1615"></span></p>
<p>Am Abend versammelten sich noch mal alle Helfer zusammen mit Will, der eine Beziehung mit einer der Helferinnen angefangen hatte, im „Beeshed“. Das Beeshed war ein geräumiger Schuppen, in dem auf der einen Seite der Honig verarbeitet wird, auf der anderen steht ein Bett, ein Schreibtisch und eine Couch. Diesen Raum nutzt Will als sein Zimmer, wenn er seinen Vater Jimmy besucht. Der Raum war sehr gemütlich und wir zeigten uns auf Wills riesen Fernseher einige Bilder von Neuseeland, Australien und insbesondere Silvester. Jere ließ das Feuerwerk noch einmal laufen. Die anderen hatten es von ihrer Position im botanischen Garten der Bäume wegen nicht ganz gesehen und staunten nun über die Aussicht, die wir hatten. Am nächsten Tag reisten Anja, Tina, Lena und Carina ab, ebenso gingen auch Katrin und Harry, so dass wir Helfer nur noch zu viert waren und Jere und ich unser altes Zimmer wieder beziehen konnten.</p>
<p>Die Arbeit war eher locker. Wir versuchten zwar jeden Tag 4 Stunden zusammen zu kriegen, aber letztendlich merkt ja eh niemand, ob wir gearbeitet hatten. Zumindest kam nie irgendein Kommentar. Was wir alles so gemacht haben:<br />
 Haus aufgeräumt (fast jeden Tag, denn die Familie lässt alles überall stehen. Lustigste Episode: Dan, 18 jähriger Sohn von Anu kommt in die Küche, als ich dort grad putze, holt alle Teeboxen aus dem Schrank, macht sich einen Tee und lässt alles so stehen. So ungefähr könnt ihr euch unser hinterhergeputze vorstellen. Die Familien steht vom Essenstisch auf und setzt sich vor den Fernseher, wir machen sauber. Am nächsten Morgen räumen wir die jeden Tag ausnahmslos auf dem Klavier stehenden Weingläser weg.), Tomaten und Kartoffeln geerntet (Kistenweise!) und geputzt, Nägel aus Planken gezogen, Honig abgefüllt (sehr klebrig, sehr lecker! Heißes Wasser wirkt Wunder), Honigproduktionsumgebung sauber gemacht, Sand geschaufelt, Toilette installiert (Jere, der Handwerker), gekocht und vieles mehr.</p>
<p>Caros Geburtstag rückte näher und Freddy, Jere und ich zerbrachen uns den Kopf, was wir dafür vorbereiten könnten. Anu bot an, ein paar Lebensmittel für Caro einzukaufen und sie entschied sich, dass wir griechisch grillen sollten. Freddy, Jere und ich ließen uns im Einkaufszentrum von herumstehenden (allerding hässlichen und überteuerten) Pinatas inspirieren. Wer nicht weiß, was das ist: Figuren aus Pappmaché, die mir Süßigkeiten gefüllt und aufgehangen werden. Das Geburtstagskind rennt dann mit einem Knüppel in der Hand und verbundenen Augen herum wie beim Topfschlagen und muss versuchen, das Ding zu zerstören, um an die Süßigkeiten zu kommen. Wir beschlossen also, eine eigene Pinata zu bauen und kauften nur die Süßigkeiten zum Füllen. Zuhause angekommen, machten wir uns gleich ans Werk und bauten eine Hunde-Drachen-Ungeheuer-Pinata. Wir versteckten sie in Freddys Zimmer und hofften, das Caro es dort nicht entdeckt.</p>
<p>Am Tag von Caros Geburtstag bereiteten wir ein Festessen zu: Gemüse mit Guarkamole- und Sauercremekräuterdipp, Knoblauchbrot (die Pizza Bar Version), Tsaziki, gegrilltes leckeres Fleisch und Gemüse und vieles vieles mehr. Wir hängten noch ein Happy Birthday Schild mit Lustballons auf und die Party konnte beginnen. Caro fand ihre Piniata auch mit zugebundenen Augen, wobei verbundene Augen und ein Knüppel in der Hand nicht bei jedem eine gute Idee wären. Anu und Jimmy genossen das gekochte Mahl und Jimmy aß fast alle Knoblauchbrötchen alleine.</p>
<p>Am selben Tag, der nachts mit Brownies angefangen hatte und mit viel Essen aufhörte, stieß Ronja zu unserer Gruppe hinzu, die später mit Caro weiter reisen wollte. Sie war ebenfalls ein Scheidungskind, wie wir schnell rausfanden, so dass wir alle fünf „Therapiegespräche“ abhielten, wie wir sie scherzhaft nannten. Dazu saßen wir, wenn Anu und Jimmy einmal wieder ausgeflogen waren, alle in den bequemen Sesseln und redeten über unsere verschiedenen Geschichten. Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten, manches war traurig, aber wir hatten auch einigen Spaß.</p>
<p>An einem Tag hieß es dann, dass wir in Jimmys Shampoofabrik mithelfen sollten. Wir standen alle früh auf, doch Jimmy war schon weg und so beschäftigten wir uns an dem Tag anders. Am nächsten standen wir noch früher auf und diesmal klappte alles und wir fuhren zusammen mit Will und Dan in die Fabrik. Die sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wir hatten das schon ein wenig erwartet, denn: Zum einen hatten und Caro und Freddy vorgewarnt, die schon einige Tage dort verbracht hatten, zum anderen haben Jimmy und Anu mal bei einer Reality Show mitgemacht und uns die DVD davon gezeigt: Die Fernsehshow war über Paare, die sich im Alter kennen- und liebenlernen. Wie alle Realityshows wurden die zwei ganz schön fertig gemacht, was sie aber anscheinend nicht so richtig wahrgenommen haben. Jimmy wurde als der planungslose, schnarchende, faule Messi dargestellt und Anu als die naive vorsichtige Opferfrau, die versucht, ihren Mann zu ändern. An einer Stelle wurde dann die Fabrik gezeigt und eine Hilfsaktion der Familie gestartet, dort etwas Ordnung reinzubringen.</p>
<p>Als wir die Fabrik betraten, sah alles wieder so zugemüllt aus, wie vorher. Den ganzen Tag über beschäftigten wir uns mit dem Aufräumen des Eingangsbereiches. Ich spülte hundert große Shampoo- bzw. Conditionerbehälter, was ziemlich schweißtreibend bei der Hitze war. Das Shampoo schäumte wie verrückt und war deswegen schwer aus dem Container zu gießen und der Conditioner hatte aufgrund seines Alers schon eine waxähnliche Struktur und war nur mit heißem Wasser und viel Schütteln zu lösen gewesen. Die anderen schrubbten Regale, Böden und räumten auf, so dass ein Teil der Fabrik wirklich toll aussah&#8230;fragt sich nur, wie lange.</p>
<p>An einem Tag beschlossen Jere und ich, die Stadt etwas besser kennen zu lernen. Mit einem Studententagesticket (eigentlich nur für Studenten aus New South Wales, aber man kommt beim Kontrolleur wohl davon) fuhren wir in die Stadt und besuchten „Paddys Market“, eine riesige Markthalle mit ganz viel asiatischem Billigkram, aber auch einigen Schnäppchen wie Australische Lederhüte, preiswertes Obst und Haarverlängerungen. Anschließend liefen wir noch durch „Chinatown“ und setzten uns in das erste Restaurant hinter dem kunstvoll verziertem Tor. Was wir nicht mitbekamen und auch noch nicht kannten: Hier herrscht das Yum Cha Prinzip. Und so waren wir erst mal verwirrt, als Kellner mit Tablettes voll Teller mit den kleinen Speisen durch die Gegend liefen, jedes Mal an unserem Tisch stoppten und fragten, ob wir etwas davon haben wollten. Erst fühlten wir uns mächtig gestört und dachten, wir seien in eine Touristenfalle getappt. Doch dann bekamen wir mit, wie es funktionierte: Man nimmt sich einfach das, was einem zuspricht, und Kellner machen einen Stempel neben dem entsprechenden Preis auf einem Zettel, der auf unserem Tisch lag. Am Ende hatte wir vier kleine Teller mit gebratenen Nudeln und verschiedenem Fleisch in Soße. Mir hat es nicht besonders gut geschmeckt, weil an dem Fleisch noch alle Sehnen und Fett hing und manches etwas muffig schmeckte. Doch die Erfahrung an sich war ganz witzig, als wir uns dran gewöhnt hatten.</p>
<p>Nach dem Essen trafen wir uns mit Freddy, die in einem Hotel zwei Tage in der Woche putzte, um etwas Geld zu verdienen. Wir schlenderten noch über den Markt an „The Rocks“, einer bei Touristen beliebten Einkaufsstraße mit netten kleinen Lädchen. Anschließend liefen wir etwas auf der Harbour Bridge herum und genossen die Aussicht auf Sydney. Bevor Freddy zu Anu und Jimmy zurück fuhr, um noch etwas zu arbeiten, schlürften wir noch einen leckeren Fruchtdrink auf einer Bank am Wasser und schauten den Booten zu. Jere und ich hatten noch nicht genug von der Stadt und sprangen auf eine Fähre, die diesmal in die andere Richtung, nämlich unter der Harbour Bridge hindurch fuhr in Richtung Darling Harbour, so dass wir die andere Seite Sydneys auch einmal vom Boot aus sahen. Wir könnten jeden Tag hier auf den Fähren herumkurven und hätten immernoch Spaß daran, die Häuser der Reichen, die Yachten und die Skyline zu bestaunen.</p>

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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>G&#8217;Bye Australia</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 22:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Sydney]]></category>

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		<description><![CDATA[So schnell geht&#8217;s: Jetzt ist der Sydney-Abschnitt unserer Reise auch schon wieder rum und wir müssen wieder unsere Koffer bzw. Rucksäcke packen. Heute abend um 19.50 Uhr australischer Zeit fliegen wir nach Bangkok, verlassen den heißen australischen Sommer und begeben uns in den hoffentlich auch angenehm warmen thailändischen Winter. Der Plan für die nächsten Tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schnell geht&#8217;s: Jetzt ist der Sydney-Abschnitt unserer Reise auch  schon wieder rum und wir müssen wieder unsere Koffer bzw. Rucksäcke  packen. Heute abend um 19.50 Uhr australischer Zeit fliegen wir nach  Bangkok, verlassen den heißen australischen Sommer und begeben uns in  den hoffentlich auch angenehm warmen thailändischen Winter.</p>
<p>Der  Plan für die nächsten Tage sieht dann folgendermaßen aus: Ankunft  morgens um 0:55 Uhr thailändischer Zeit, Einchecken in ein  flughafennahes Hotel, am nächsten Morgen oder Mittag in die Innenstadt  Bangkoks, Rucksäcke einschließen und etwas rumschlendern, abends den  Nacht- / Schlafzug nach Ubon Ratchathani nehmen (ganz im Osten an der  Grenze zu Laos), dort am nächsten Morgen unsere Unterkunft beziehen und  dann eine Woche dort eine Organisation mit Medienworkshops unterstützen.  Danach haben wir noch drei Wochen übrig, für die wir bestimmt noch ein  paar schöne Aktivitäten und Reiseziele finden <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="GBye Australia" class='wp-smiley' title="GBye Australia Photo" /> </p>
<p>Wir sind immer  noch etwas hinterher mit unseren Berichten und Videos &#8211; wer weiß,  vielleicht schaffen wir es ja bald mal wieder auf einen aktuellen Stand  zu kommen. Schaut trotzdem ab und zu mal auf <a href="../www.ganzrechtsunten.de#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">www.ganzrechtsunten.de</a> vorbei, um Neuigkeiten oder Altigkeiten auszuchecken.</p>
<p>Tschüss aus dem Land der leckeren Känguruhs und knuddligen Koalas</p>
<p>Claudi &amp; Jere</p>
<p>P.S.: Mit dem Verlassen des Landes wird natürlich auch unsere  Handynummer hier obsolet. Werden uns in Thailand um Ersatz kümmern und  die neue Nummer verbreiten <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt="GBye Australia" class='wp-smiley' title="GBye Australia Photo" /> </p>
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		<title>Ins Jahr 2011 mit Buchstabenwolken und Raketen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Sydney]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich morgens um sieben aus unserem kleinen Wohnwagen raus über das Grundstück von Anu und Jimmy und hinein ins Haus wankte, um auf Toilette zu gehen, war ungewöhnlicher Betrieb. Alle anderen Helfer waren schon auf den müden Beinen, schmierten sich Brote und packten ihre Rucksäcke, denn: Wer zu spät nach Sydney rein kommt, bekommt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich morgens um sieben aus unserem kleinen Wohnwagen raus über das Grundstück von Anu und Jimmy und hinein ins Haus wankte, um auf Toilette zu gehen, war ungewöhnlicher Betrieb. Alle anderen Helfer waren schon auf den müden Beinen, schmierten sich Brote und packten ihre Rucksäcke, denn: Wer zu spät nach Sydney rein kommt, bekommt vielleicht keinen guten Platz mehr, um sich das berühmte Sydney-Feuerwerk zum Jahreswechsel anzuschauen. Sydney, die selbsternannte Silvesterstadt, hat wieder unmengen Geld investiert. Diesmal stand das Feuerwerk dem Milleniumfeuerwerk im Preis an nichts nach, denn es wurden wieder über fünf Millionen Dollar investiert, um die Stadt zu erleuchten. In New South Wales (das „Bundesland“ in dem Sydney liegt) ist es verboten, Feuerwerk zu (ver-)kaufen und so sind auch alle Bewohner jedesmal auf das öffentliche Feuerwerk gespannt. Die Stadt rechnete mit Einnahmen von 150 Millionen durch Touristen aus aller Welt, die einmal mit zu den ersten auf der Erde gehören wollen, die den Jahreswechsel feiern.</p>
<p>Das Jahr 2010 ging ja nun wirklich rum wie Nichts und es war das ungewöhnlichste und ereignisreichste Jahr in Jeres und meinem Leben. Durch die Zeitverschiebung war es zudem 10 Stunden kürzer und die eine eingeplante Schaltsekunde gab es auch nicht, wie ich lesen musste, denn 2010 hat sich die Erde schneller gedreht als erwartet, bzw. ist nicht so stark durch den Mond gebremst worden, wie vorher angenommen. 2010 noch einmal zusammenfassen funktioniert nicht, aber der größte Teil wurde ja eh hier auf dem Blog festgehalten. Bleibt also nur noch, dass wir den letzten Tag beschreiben.<span id="more-1596"></span></p>
<p>Wie bereits begonnen, sah ich früh am Morgen die anderen Helfer aufbrechen und legte mich noch einmal gemütlich ins Bett, um noch ein wenig zu schlummern, denn: Unser Platz zum Feuerwerk gucken war ja gesichert. Um neun sprangen wir dann aus den Federn und machten uns bereit für die Stadt. Wir trafen Roland und Yvi vor dem abgesperrten Bereich, der zum Opernhaus führte. Eigentlich wollten wir einmal hineinschauen, um die hunderten Wartenden zu betrachten, die bereits ihre Zelte (in manchen Fällen wortwörtlich) aufgeschlagen haben. Jedoch hatten Jere und ich vorher im Einkaufszentrum eine 50er Packung Tischfeuerwerk (kleine Zylinder mit Schnur, an der man zieht und es macht bum) gekauft und die Sicherheitsleute ließen uns damit nicht in den abgesperrten Bereich. Wir schlenderten also stattdessen am Ufer entlang. Auch hier, auf dem harten Betonboden, den ganzen Tag der starken australischen Sonne ausgesetzt, sperrten ganze Familien ihre sechs Quadratmeter mit Strandmuscheln, Decken und aufblasbaren Matratzen ab. Andere waren weniger vorbereitet und saßen ohne Sonnenschutz auf den blanken Betonplatten. Viele nutzten die frühen Sonnenstrahlen, um mit nacktem Oberkörper (Bikini bei Frauen, Nacktheit ist hier so verpönt wie in Neuseeland) ihren Teint noch schnell für das nächste Jahr zu verbessern. Ich weiß nicht, wie diese Menschengruppe Nachmittags ausgesehen haben muss.</p>
<p>Wir liefen bis zu den Anlegestellen der Fähren, die mit zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zählen. Man brauch nur einen Tagespass für die öffentlichen Verkehrsmitteln und man kann in den Gewässern herumcruisen so oft man möchte. Natürlich werden auch Touristentouren angeboten, aber die sind viel teurer. Wir kauften uns also einen Tagespass und sprangen auf die Fähre nach Manly Beach. Trotz des heißen Wetters ließ es sich gut auf dem Schiff aushalten, denn der Wind auf dem Wasser war recht kühl. Schon von weitem konnten wir die Wiesen des Botanischen Gartens sehen und sie waren nicht grün, sondern bunt von den ganzen Besuchern, die sich dort auf den beliebtesten Flecken breit gemacht hatten, um direkt auf die Harbourbridge und das Opernhaus gucken zu können, das Zentrum des Feuerwerks. Anstatt sich im Schatten der riesigen Bäume aufzuhalten, lagen, saßen und standen sie direkt in der Sonne um ja nicht ihren Spitzenplatz zu verlieren.</p>
<p>In Manly landeten wir direkt neben einem kleinen Strand an, den wir zuerst für Manly Beach hielten. Ein Netz spannte einen Teil des Wassers ein, um die dort Schwimmenden vor Haien und sonstigen Gefahren aus dem Meer zu bewahren. In der „Bahnhofshalle“ (wie sagt man, wenn ein Schiff anlegt?) gab es viele Geschäfte, doch eines sprang uns gleich ins Auge: Wir wussten ja, dass es in Australien ALDI gibt, hatten aber noch keinen gesehen und so betraten wir unseren ersten australischen Aldi. Wir erkannten viele deutsche Marken mit exakt dem gleichen Verpackungsdesign. Nur die Beschreibungen waren in englisch. Vor lauter Euphorie konnten wir den Laden natürlich nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen. So fanden wir noch heruntergesetzte Lebkuchen (ein Traum!). Außerdem teilten wir uns eine Viererpackung Eissandwich und Obst. Die verzehrten wir auf der Steinmauer, die den kleinen Strand umschließt, während wir den braungebrannten entspannten Menschen beim Schwimmen im Haifreien Becken zusahen.</p>
<p>Auf einmal fiel uns ein weißer Schriftzug am Himmel auf und ein winziges Flugzeug, das wie wild enge Kurven flog und dabei weißen Rauch aussendete. Langsam wurden die Worte „Marry me“ deutlich und darunter – wahrscheinlich warteten schon hunderttausend Frauen mit schweißnassen Händen auf die Erlösung – irgend ein ewig langer Name. Weil er so lang war, verschwanden die anderen Buchstaben schon vom leichten Wind. Hoffentlich hat die Angebetete die ganze Zeit zugeschaut. Nach dem kurzen Zwischensnack schlenderten wir im Städtchen herum bis zum tatsächlichen, sehr viel größeren Manly Beach. Auch hier setzten wir uns wieder eine Weile in den Schatten (wir haben ja Urlaub), schauten den sich sonnenden und badenden Massen zu, versuchten, die Ansagen der Lebensretter zu verstehen und redeten wieder über Gott und die Welt. Auf dem Rückweg tauchten wir die Füße ins Wasser, liefen den Strand entlang, wieder durch die Stadt und machten erneut ein Päuschen in einem Café, in dem wir Eisschokolade und -kaffee tranken.</p>
<p>Zurück auf der Fähre fuhren wir die Buchten der Reichen ab. Was für Häuser wir sahen, lässt sich kaum beschreiben! An den Hängen reihte sich eine vornehme Villa an die andere. Alle mit vorzüglichem Blick auf das Feuerwerk. Wahrscheinlich waren mindestens die Hälfte der Einwohner aber nicht mal zuhause. Pool und Jacht direkt vor der Haustür, unmengen Platz, und auf der anderen Seite drängten sich die Menschen aneinander und kämpften fast um jeden Schattenplatz mit Feuerwerksblick. So ungleich ist die Welt. Wir beneideten keinen von beiden (naja, vielleicht die Poolbesitzer ein wenig) und schipperten weiter zwischen den kleinen Anlegestellen umher. Zurück an der Anlegestelle in der Innenstadt hatten wir noch lange nicht genug und sprangen gleich auf die nächste Fähre, die eine andere Route abfuhr. Auch hier sahen wir neue reiche Gegenden und auf der Rückfahrt hüppelten so manche ältere sehr fein angezogene Herrschaften ins Boot, die sich wohl einer kleinen aber feinen Fete in der Stadt anschlossen. Die Pafüms der Frauen waren mit zunehmendem Alter um so umwerfender.</p>
<p>Langsam wurde es Abend und wir hatten genug gesehen, um erst einmal in Roland und Yvis Hotel zu fahren und die Klimaanlage zu genießen. Wir knallten ein paar der Tischfeuerwerke, bis uns der Feuermelder auffiel. Wir beschlossen, ein paar mit auf die Straße zu nehmen und liefen ein wenig im berühmten Prostituierten- und Homosexuellenvierten Kings Cross herum. Die Leute waren bunt und fröhlich auf der Straße und erfreuten sich an den bunten Luftschlangen, die wir durch die Gegend ballerten. Wir fanden einen Fastfood-Mexikaner und genossen unsere letzte Mahlzeit in 2010. Das Essen war zwar eher mäßig, dafür aber die Gesellschaft um so besser. Weiter quatschend verzogen wir uns wieder ins Hotel.</p>
<p>Die Gespräche stoppten, als auf einmal das Kinderfeuerwerk pünktlich um 21:00 startete. Wir hatten zuvor gelesen, dass im Radio Livemusik dazu übertragen wird und schauten den Knallern zu. Schon das Kinderfeuerwerk war riesig. Die Musik dazu störte eher, weil es nicht ein durchgehendes Stück, sondern fast wahllos aneinander gereihten Songs waren. Für das große Feuerwerk, so beschlossen wir, konnten wir die Musik auch auslassen. Als die erste Show vorbei war, gingen wir nahtlos in weitere Gespräche über und ließen nebenbei den Fernseher laufen, wie wahrscheinlich viele Australier auch. Es war sehr witzig, die Bilder zu sehen, die sich nur ein paar hundert Meter entfernt vor der Panoramascheibe der Honeymoonsuit von Roland und Yvi mit perfektem Blick auf die Oper und die Brücke abspielten. So sahen wir einmal im Hintergrund der Moderatoren ein beleuchtetes Schiff und konnten es auch in der Ferne auf dem Wasser sehen. Wir vier hatten ja soviel Glück! Immer wieder musste ich an die armen Tölpel denken, die seit morgens um zehn auf den Steinen saßen! Ich hätte das wahrscheinlich spätestens Mittags um eins bei der größten Tageshitze abgebrochen. Beinahe verpassten wir den Anfang des eigentlichen Jahreswechsels, weil wir so internsiv quatschten. Nur gelegentliche Countdownraketen erinnerten uns immer wieder und so machten wir es uns eine Minute vor zwölf vor dem Fenster gemütlich und genossen die Show.</p>

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			<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/silvester_sydney/image021.jpg" title="die können sich wenigstens abkühlen" rel="lightbox[set_71]" >
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<p><br class="spacer_" /></p>
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<p>Und hier das komplette 12 Uhr Feuerwerk!</p>
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		<title>Heiße Tage, lange Nächte in Sydney</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 11:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; Sooo, nach kurzer Unterbrechung (Sommerloch) geht&#8217;s nun endlich weiter!!! Sharon hatte uns am Weihnachtsabend kurz erzählt, dass sie am nächsten Tag mit den Kindern zu ihrer Mutter führe und auch dort übernachte. Chris war sowieso ab um fünf am Ersten-Weihnachtsfeiertag-Morgen für drei Tage als Pilot in Australien unterwegs und so hatten die zwei Franzosen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p>&#8230; Sooo, nach kurzer Unterbrechung (Sommerloch) geht&#8217;s nun endlich weiter!!!</p>
<p>Sharon hatte uns am Weihnachtsabend kurz erzählt, dass sie am nächsten Tag mit den Kindern zu ihrer Mutter führe und auch dort übernachte. Chris war sowieso ab um fünf am Ersten-Weihnachtsfeiertag-Morgen für drei Tage als Pilot in Australien unterwegs und so hatten die zwei Franzosen das Haus für sich und was noch besser war: Chris und Sharon hatten Jere und mich am  Abend zuvor gefragt, ob wir noch ein paar weitere Tage bei ihnen bleiben wollten. Zum einen schätzten sie unsere Hilfe sehr und außerdem wollten sie Chris&#8217; Mutter Anu entlasten, die ja noch (mindestens) sechs andere Wwoofer im Haus hatte (vier weitere waren auch schon angekündigt). Natürlich stimmten Jere und ich zu, weil die Familie und die Franzosen so nett und das andere Haus eh zu voll waren. So hatten wir vier Helfer (so nannten sie uns immer) am nächsten Tag das große Haus für uns und weitestgehend frei. Wir reinigten nur noch ein wenig das Haus und wässerten den Garten, aber ansonsten relaxten wir an diesem sehr heißen Tag, aßen Truthahn und Blutwurst mit Sauerkraut (ja, es gab tatsächlich auch „deutsche“ Speisen zu Weihnachten) und schauten am Abend eine DVD zusammen. Auch der nächste Tag ging entspannt los und Sharon traf erst am frühen Nachmittag mit den Kindern ein.<span id="more-1587"></span></p>
<p>In den nächsten Tagen blieb die Weihnachts-Sommerferien-Entspannungs-Stimmung erhalten und die Arbeit war weitestgehend entspannt. Wir hatten zwar noch eine weitere lange Strecke Sand zu schaufeln und wegzukarren, aber Regenunterbrechungen und die Gesellschaft von Gwena und Christopher machten die Sache erträglicher. Bad putzen, auf die Kinder aufpassen und Garten wässern waren außerdem ein paar unserer Aufgaben. Am besten war der kulinarische Ausstausch: Sharon und Chris genossen es sehr, wenn sie abends nicht kochen mussten (mittags gab es immer Sandwiches) und so wechselten wir uns mit den Franzosen ab und machten Quiche, Strudel und diverse Nachtische.</p>
<p>Die Tage vergingen schnell und wenig später stand die nächste Party an: Anus Geburtstag. Dies war gleichzeitig der Tag unserer Rückkehr in das volle Haus von Anu und Jimmy. Da wir erst abends bei Anu erwartet wurden, schlugen uns Sharon und Chris vor, mit den Kindern und den beiden Franzosen im Olympiapark in Sydney eine Fahrradtour zu machen. Ein weiterer Vorteil der Arbeit bei Sharon und Chris war nämlich, dass wir pro Woche einen Tag frei hatten. Uns stand es uns also frei, doch wir wollten unbedingt diesen letzten Tag in dieser Familie mit ihnen zusammen verbringen. Sie hatten viele Fahrräder, so dass nur Christopher und ich uns vorort ein Fahrrad mieten mussten (unsere erste wirkliche Investition in Australien und ganz schön teuer.) Helmpflicht besteht hier genau so wie in Neuseeland. Ich war ja ein bisschen skeptisch, wie lange der drei Jahre alte Tommy durchhalten wird. Ich glaub, ich konnte mit drei Jahren nicht mal Fahrrad fahren. Doch das Unfassbare geschah: Wir fuhren 15 Kilometer in 3 ½ Studen, machten ein paar lange Pausen an Aussichtspunkten, Fontainen und Klettergitterseilen und Tommy meckerte nicht einmal rum oder machte schlapp auf seinem Minifahrrad ohne Stützräder. Die Jungs sind einfach so trainiert vom vielen rumtoben mit dem Vater und total fit. Es ging teilweise wirklich steil bergauf. An der BMX-Strecke hatten sie auch noch genügend Kraft, um ein paar mal über die Huppel zu rasen. Leider fielen sie beide hin, wobei sie sich blutige Ellenbogen und blaue Flecken holten. Das war ein kleiner Tiefkunkt, aber nach einem Pflaster und einem kleinen Bonbon ging es wieder weiter.</p>
<p>Die Olympiade kommt mir noch gar nicht so lange her vor. Ich kann mich noch sehr gut an das kleine Mädchen erinnern, dass im Stadion vor so vielen Leuten die Nationalhymne (oder so, vielleicht ist es doch schon eine Weile her) gesungen hat. Der Park sieht aber zum Teil bereits so aus, als wäre seit zwanzig Jahren niemand mehr mit einer Heckenschere hindurchgelaufen. Wenn man die alten Bilder sieht, dann ist er jetzt jedoch natürlicher, weil die Bäume gewachsen sind und alles nicht mehr so angelegt aussieht. Mit dem Fahrrad lässt sich alles sehr schön erkunden. Pip (Philippa, derzeitige Gastmutter) erzählte uns, dass dieses Gebiet zuvor industriell genutzt wurde und alles ganz schrecklich aussah. Die Olympiade hat diesen Teil Sydneys also wirklich verschönert. Eine Kohlemiene kann man noch heute von einem erhöhten Steg aus betrachten. Pip erwähnte außerdem, was ich sehr spannend fand, dass die Olympiade neben den positiven Errungenschaften, wie einer verbesserten Infastruktur auch negative Folgen hatte: Die Unterstützung für lokale Hilfsaktionen z.B. für Frauenhäuser wurde stark gekürzt, um den Ausbau finanzieren zu können. Mich würde ja mal interessieren, was dann in China alles gekürzt wurde.</p>
<p>Am Ende der Radtour waren wir alle ziemlich verschwitzt, denn es war ein wirklich heißer Tag in Sydney. Wir gaben die Fahrräder zurück und fuhren mit den zwei Autos, die wir benötigten, um alle unter zu bringen, zu Chris&#8217; Mutter Anu. Auf dem Weg dort hin erzählte Chris uns noch ein paar Insiderinformationen aus seinem Pilotenjob:</p>
<ul>
<li>Piloten wird manchmal langweilig, dann reden oder essen sie. Sie müssen aber auch viele Sachen wie Wetter, Kurs, Benzinverbrauch etc. checken.</li>
<li>Sie essen immer unterschiedliche Sachen (damit höchstens einer eine Lebensmittelvergiftung bekommt).</li>
<li>Sie setzen sich manchmal über Befehle des Flughafens hinweg, wenn sie entscheiden, dass etwas zu gefährlich ist.</li>
<li>Sydney ist ein „gefährlicherer“ (trotzdem alles noch in Grenzen) Flughafen, weil hier die besseren (sicheren) Landebahnen oft geschlossen werden, auf Grund von Lärmreduktion für die Anwohner.</li>
<li>Diese Schließungen verursachen oft Verspätungen der Flugzeuge, weil mehrerer Flugzeuge in der Luft warten müssen. Auf diese Weise werden tonnenweise mehr Abgase produziert und unglaublich viel Geld (tausende von Dollar pro Flug) in die Luft geballert.</li>
</ul>
<p>Ich fands interessant!</p>
<p>Als wir bei Anu und Jimmy ankamen, unserer Heimat für die nächsten Tage, standen wir direkt in der Einfahrt schon vor unserem neuen Zuhause: Ein uralter Wohnwagen (aus Blechplatten). Das Bett war ungefähr 1,10 Meter breit, das Ding stand außerdem schräg in der Einfahrt (so dass man fast aus dem Bett rollt) und wir mussten nachts über das ganze Grundstück laufen, um aufs Klo zu gehen. Wir hatten schon mit so etwas gerechnet, denn es wurden immer mehr Helfer angekündigt und der Ausdruck „we just squeeze everybody in“ (wir quetschen alle schon irgendwie rein) fiel häufiger. Dass wir also nicht wieder in unser Doppelbett im seperaten Zimmer zurück können, hatten wir schon befürchtet. Wenigstens mussten wir nicht irgendwo mit in einem anderen Zimmer auf dem Boden schlafen. Und was das Wichtigste war, womit wir uns immer wieder aufheiterten, wenn wir nachts nicht schlafen konnten, weil des Blut in den Kopf stieg (wir mussten beide verkehrt zueinander schlafen, so dass der Oberkörper genug Platz hatte) oder man fürchtete vom Bett zu kullern (Mitleid jetzt!!): Wir hatten zumindest einen kostenlosen Platz zum Übernachten, während viele andere Reisende horrende Summen in Hostels (z.T. den dreifachen Preis) und überhöhte Supermarktpreise zahlten. Durch die große Anzahl an Helfern war auch nicht wahnsinnig viel Arbeit zu erledigen: Anu hatte ja pro Tag ca. 32-40 Arbeitsstunden zu vergeben, das hätte sie wohl auch vollkommen gestresst.</p>
<p>Aber bevor es losging, kam erst einmal der Abend von Anus Geburtstag. Jere und ich nutzten eine ruhige Minute, um uns vom Schweiß der Fahrradtour zu befreien. Anschließend setzten wir uns zu den zwei Franzosen, die sich im Garten bereits einen gemütlichen Platz ausgesucht hatten. Die anderen Helfer wimmelten um uns herum, hängten Lichterketten auf, verteilten Getränke auf die verschiedenen Sitzmöglichkeiten (insgesammt wurden bis zu fünfzig Gäste erwartet und es war nicht mal ein runder Geburtstag), schnitten Zutaten oder kauften noch schnell Zutaten für zusätzlichen Teig. Der Pizzasteinofen war auch ein Projekt ehemaliger Helfer. Ein befreundeter Boss eines Pizzarestaurants, in das sie jede Woche gehen, hatte bereits Teig geliefert, doch es sah so aus, als würde es bei weitem nicht für die erwartete Anzahl reichen. Also wurde noch einmal dreimal so viel Teig gemacht. Am Ende entsorgten Jere und ich, soweit ich das überblicken konnte und Anhand der Masse an Teig, am nächsten Tag diesen und sogar noch einen Teil des ursprünglichen Teigs. Man unterschätzt die Menge wirklich schnell.</p>
<p>Es wurde langsam dunkler, die Gäste aller Altersstufen trafen ein, der Ofen wurde angefeuert, alle gruppierten sich, wie es aussah nach Alter, um die Tische. Ein älterer Herr gesellte sich am Anfang noch zu uns und als wir ihm von unserem Ausflug in den Olympiapark erzählten, blühte er auf: Er hatte bei der damaligen Olympiade in Melbourn als Turner teilgenommen. Er schilderte die damaligen Bedingungen, dass kaum Trainingsgeräte vorhanden waren und das Vorturnen auf blankem Beton statt fand. Bei der Olympiade in Sydney hat er sogar die Fackel ein Stück getragen. Das war für uns kaum fassbar, denn vor uns saß ein Man,n der auf seinen Krückstock angewiesen zu sein schien. Aber die Sydney-Olympiade ist ja auch schon wieder zehn (!) Jahre her.</p>
<p>Den Rest des Abends saßen wir am Helfertisch mit den anderen Deutschen und Gwen und Christopher. Wir sprachen viel mit den Franzosen und lachten uns fast zu tode, als wir versuchten, uns gegenseitig ein paar Brocken der jeweils anderen Sprache beizubringen. Nach viel leckerer Pizza und guten Gesprächen wurde es, anscheinend für Australien typisch, ziemlich schnell leer. Die Gäste verabschiedeten sich, vielleicht weil es keine Musik zum Tanzen gab oder weil sie alle früh ins Bett mussten. Wir Helfer räumten ab, wuschen Geschirr und machten sauber. Jere und ich fielen danach nur noch erschöpft vom Tag in unseren Wohnwagen.</p>
<p>Am nächsten Tag waren die anderen Helfer den Vormittag in der Stadt unterwegs. Jere und ich standen früh auf, um noch vor der Mittagshitze unsere Aufgaben zu erledigen. Denn wir hatten großes vor: Roland und Yvi waren bereits seit einigen Tagen in Sydney, aber weil Chris und Sharons Haus so weit außerhalb lag, konnten wir uns erst jetzt mit ihnen treffen. Eine Schwierigkeit in der Kommunikation bestand darin, dass Rolands Antwort-SMS niemals ankamen. Doch mit kurzen Telefonaten trafen wir uns schließlich vor der überfüllten Oper am vorletzten Tag des Jahres.</p>
<p>Nun schon von der neuseeländischen und australischen Sonne verwöhnt und in absoluter Urlaubslaune kamen sie über den großen Platz auf uns zu gelaufen. Automatisch stellte sich wieder ein Stück Heimatgefühl ein. Um der Hitze ein wenig zu entkommen, setzten wir uns in ein Café und holten all die spannenden Dinge auf, die wir seit unserem letzten Treffen in Neuseeland erlebt hatten. Die zwei waren leider nicht so glücklich mit dem Wetter gewesen, so dass die Südinsel zum größten Teil in Wolken gekleidet war. Nach einem Eiskaffee liefen wir durch die Stadt, die Jungs vorne weg, Yvi und ich hinterher und redeten über Gott und die Welt. Dabei nahmen wir unsere Umgebung kaum war. Irgendwann waren wir plötzlich auf einer Brücke, auf der wir auf der Bank saßen und weiter redeten, bis die Sonne unterging. Anschließend liefen wir erneut los, fanden uns irgendwann im Einkaufszentrum unter dem Skytower herumirren und als der Souvenirshop geschlossen wurde, suchten wir uns einen Pub in der Nähe, um noch ein bisschen weiter zu quatschen. Später in der Nacht verabredeten wir uns für den nächsten Tag: Dem letzten Tag des Jahres.</p>

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		<title>Papageien, Sonne, Santa &#8211; Weihnachten 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 07:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Sydney]]></category>
		<category><![CDATA[Lamas]]></category>
		<category><![CDATA[Papageien]]></category>
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		<description><![CDATA[Draußen schneit es, seit Tagen beginnt der Tag mit Schneeschippen, der Verkehr liegt fast still, in der Nacht fällt die Temperatur auf einen ungekannten Tiefpunkt. &#8211; So sah Weihnachten dieses Jahr in Deutschland aus. So ein bisschen neidisch waren wir ja, dass der Schnee liegen blieb und die Natur am Weihnachtsmorgen sogar noch einmal richtig [...]]]></description>
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<p>Draußen schneit es, seit Tagen beginnt der Tag mit Schneeschippen, der Verkehr liegt fast still, in der Nacht fällt die Temperatur auf einen ungekannten Tiefpunkt. &#8211; So sah Weihnachten dieses Jahr in Deutschland aus. So ein bisschen neidisch waren wir ja, dass der Schnee liegen blieb und die Natur am Weihnachtsmorgen sogar noch einmal richtig Neuschnee auflegte. Auf Facebook und per E-Mail sendeten alle Bilder von ihren eingeschneiten Autos, Schlittenfahrten und kuschligen Kaminöfen. Weihnachten war emotional wohl einer der schwierigsten Tage unserer Reise. Zum größten Teil taten wir einfach so, als wäre es ein ganz normaler Tag, um nicht zu traurig zu werden.<span id="more-1575"></span></p>
<p>Weil wir am Abend offiziell wieder zurück zu Anu und Jimmy ziehen sollten, ergriffen wir die letzte Gelegenheit und standen am Weihnachtstag um 5.00 Uhr morgens auf, mit der Hoffnung Kägurus oder Koalas zu sehen. Denn Jimmy hatte uns erzählt, dass diese Tiere im angrenzenden Busch am frühen Morgen zu sehen seien. Chris, der von Beruf Pilot und Google-Earth somit seine Lieblingscomputerprogramm ist, zeigte uns am Tag davor einen kleinen Bushwalk, auf dem wir eventuell ein paar Waldbewohner sehen würden. Hingerissen zwischen „durch den Wald schleichen, um Kängurus zu sehen“ und „möglichst auf uns aufmerksam machen, damit die Schlangen sich nicht erschrecken“ bewegten wir uns mehr oder weniger unauffällig durch den Wald, der noch zu Christian and Sharon&#8217;s Grundstück gehörte. Durch ein Tor gelangten wir immer tiefer in den Busch. Ab und zu hörten wir etwas, das Sprünge hätten sein können. Leider bekamen wir auch dem ganzen Rundgang keinen Hüpfer oder Kletterer zu Gesicht. Dafür aber auch keine Schlangen. Trotzdem machten wir eine tolle Entdeckung: In mehreren Bäumen saßen die unterschiedlichsten Papageien: grau mit pink, rot-grün-blaue, neongrüne etc. Was man sonst nur im Zoo sieht, fliegt hier also frei rum. Um noch mehr exotische Tiere zu sehen, gingen wir, als wir wieder zurück am Haus waren, auf die Wiese der Alpakas. Leider waren sie zu scheu, um mal ihr superweiches Fell zu berühren. Sharon gab uns später die Möglichkeit, in dem sie sie fest hielt, während sie uns viel über die Tiere erklärte, zum Beispiel, dass es nicht selten ist, dass zweigeschlechtliche Tiere geboren werden.</p>
<p>Nach dem Frühstück gingen die Vorbereitungen für die Weihnachtsparty los. Als wir gerade die Gartenstühle mit dem Gartenschlauch von Spinnen und Dreck befreiten, kam das Auto von Jimmy an und vier weitere Wwoofer unterstützten uns bei den Vorbereitungen. Mit vereinten Kräften standen schnell alle Tische und Stühle für über dreißig Leute unter dem großen Sonnendach auf der Terasse. Wir bereiteten Essen mit vor und die ersten Verwandten trafen ein, Nachbarn schauten kurz rein und Haus und Garten füllten sich langsam. Mit Tonnen von Eis wurden die Getränke in einer riesigen Plastikmuschel gekühlt. Bevor der Großteil der Gäste eintraf, aßen wir noch einen kleinen Snack zum Mittag. Alleine hier saßen wir schon zu vierzehnt an dem Tisch und verspeisten unmengen an Sandwiches, Salat und Käse. Mir war nicht klar, wie man 30 Gäste satt bekommen sollte. Die lezten zwei Wwoofer kamen mit Anu an, so dass wir nun zu zehnt die Gastgeber unterstützen konnten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf: Die einen halfen, dass Essen um den Tisch zu bringen und den Leuten aufzutischen. Die anderen räumten danach ab und wuschen ab &#8211;  die Geschirrspülmaschine war leider genau an diesem Tag überfordert, so dass wir viele Teller einfach per Hand spülten. Mit so vielen Leuten ging alles erstaunlich schnell. Dennoch stellte sich bei mir das Gefühl an, eher zu arbeiten, als zu feiern. Aber das war ok, denn wir wollten Weihnachten ja sowieso etwas verdrängen. Die zwei französischen Wwoofer Gwenna und Christopher waren total schockiert, als alle Speisen zusammen auf einen Teller geladen wurden, nach ungefähr einer halben Stunde das Essen vorbei war und wir den Tisch abräumten. In Frankreich, erklärten sie uns, isst man mindestens vier Stunden und mehrere Gänge geordnet nacheinander.</p>
<p>Die zwei kleinen Jungs von Sharon und Christian waren die einzigen Kinder bei dieser Weihnachtsfeier und konnten die Spannung kaum aushalten, denn sie wussten, das „Santa“ am Abend mit jeder Menge Geschenke vorbei kommen würde (allerdings hatte ihnen auch schon ein unsensibler Erwachsener die Wahrheit über den Mann erzählt, jedoch schienen sie zwischen Glauben und Zweifel hin und her gerissen zu sein). Tatsächlich klingelte, als sich alle nacheinander im riesigen Wohnzimmer versammelt hatten, eine Glocke und ein rotweißer Weihnachtsmann kam ins Zimmer. Die Kinder bemerkten nicht, dass es ihr Stiefopa war und auch nicht, dass dieser den Geschenkesack vergessen hatte. Zum Glück gab es die Weihnachtsmannhelferin die den Sack artig hinterhertrug. Nacheinander wurde jedes Familienmitglied aufgerufen, musste sich auf Santas Schoß setzen und ein Weihnachtslied singen. Irgendwer war so weitsichtig und brachte eine aktuelle Zeitung mit, die die gebräuchstlichsten englischen Wiehnachtslieder angedruckt hatte. „Jingle Bells“ und „Rudolph the red-nosed reindeer“ erklangen trotzdem des öfteren. Niemand musste wirklich alleine singen, immer stimmte ein Großteil der Familie mit ein, so dass auch die schiefsten Stimmen übertönt wurden. Eine Abwechslung stellten Anus Familienmitglieder dar, die estländische Weihnachtslieder vortrugen. Die klangen durchweg ein wenig traurig. Die beiden französischen Wwoofer mussten einzeln nach vorne und sangen jeder ein sehr schönes französisches Weihnachtslied. Wir deutschen Helfer überlegten fieberhaft, wie die Texte unserer Lieder gingen und stimmten uns ab, um ja nicht alles doppelt zu singen. Doch wir hätten uns gar keinen Stress machen müssen, denn wir wurden alle auf einmal nach vorne gerufen. Jere und ich sangen „Drauße&#8217; im Wald (hat&#8217;s a kloins Schneele g&#8217;schneit)“, ein schwäbisches Winterlied. Alle zusammen sangen wir dann noch „Kling Glöckchen (klingelingeling)“ und bekamen jeder eine  verpackte Tüte Schokobonbons vom Santa höchstpersönlich in die Hand gedrückt.</p>
<p>Nach der Bescherung machte sich Santa vom Acker und wir bereiteten die Desserts vor. Die größte Aufgabe dabei war, den Küchentresen leer zu bekommen und zu halten, damit wir die Kuchen, Puddings und anderen Süßspeisen dort verteilen konnten. Dies war so schwer, weil nun auch alle anderen Geschenke unter dem Baum auf die Gäste verteilt wurden und jeder den von uns geschaffenen Platz als ideale Ablage ansah. Natürlich gab es „Pavlova“, eine Eischnee-Zucker-Speise mit Früchten, um deren Erfindung sich Neuseeländer und Australier streiten. Außerdem hatten einige Gäste englischen „Pudding“ (komischer Kuchen) und undefinierbare andere süße Speisen mitgebracht. Nachdem alles stand, eröffnete irgend jemand das Buffet und wir schlugen uns die Bäuche voll, bevor wir im Abwaschmarathon alle Teller und Schälchen abwuschen. Nach dem Dessert verabschiedeten sich alle Gäste relativ schnell, so dass um zehn schon so gut wie alles zu ende war. Wir räumten die Terasse auf und freuten uns auf das Resteessen am nächsten Tag.</p>

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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Hilfe, alles giftig!</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 12:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cloudy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Sydney]]></category>
		<category><![CDATA[Wwoofing]]></category>
		<category><![CDATA[Ankunft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem größten Passagierflugzeug flogen wir unsere kürzeste Strecke auf dem Weg nach Deutschland. Wie gerne würde ich mal in die andere Etage des Airbus A380 hineinschauen. Wenn man einsteigt, kann man nur kurz einen Blick die Treppe hinaufwerfen, an deren Ende zwei relaxt gekleidete asiatische Flugbegleiterinnen standen, in der Mitte ein Spiegel, davor ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p>Mit dem größten Passagierflugzeug flogen wir unsere kürzeste Strecke auf dem Weg nach Deutschland. Wie gerne würde ich mal in die andere Etage des Airbus A380 hineinschauen. Wenn man einsteigt, kann man nur kurz einen Blick die Treppe hinaufwerfen, an deren Ende zwei relaxt gekleidete asiatische Flugbegleiterinnen standen, in der Mitte ein Spiegel, davor ein Tisch mit Pflanze. Es wirkte, als wäre da oben ein Wellnesshotel mit komplettem Service. Wir haben gleich mal nachgeschaut, ob wir genug Flugmeilen haben, um eine Strecke aufzuwerten, aber das wird wohl nicht klappen. Unsere Sitze waren aber auch sehr komfortabel und das Unterhaltungsprogramm beinhaltete aktuellste Filme wie z.B. „Salt“.</p>
<p>Direkt vor dem Start wollte sich wohl auch das neuseeländische So-ein-Zufall-Phänomen noch einmal beweisen: Als wir den engen Gang entlang zu unserem Sitzplatz liefen, rief auf einmal jemand „Jere“ und plötzlich saß da ein paar Sitze weiter Julia, Flo&#8217;s (Bob&#8217;s) Freundin. Eigentlich wäre sie, wie sie uns gleich erzählte, schon früher nach Sydney geflogen und wollte dort ein paar Tage verbringen. Sie ließ ihren ersten Abschnittsflug verfallen, weil sie von einer anderen Stadt aus nach Sydney fliegen wollte. Die Fluggesellschaft hat ihr dann den restlichen Flug gekündigt, weil sie ihn nicht angetreten hat und sie musste ewig rumtelefonieren. Und wie der Zufall das so wollte, saß sie ein paar Plätze hinter uns. Wenn sie in einem anderen Abschnitt gesessen hätte, wären wir ihr gar nicht begegenet, aber ein letztes Mal: Das ist halt Neuseeland.<span id="more-1573"></span></p>
<p>Über Sydney herrschte reger Flugverkehr und wir flogen Kreise über der Stadt. Später erfuhren wir, dass sie in Sydney Landebahnen wegen des Fluglärms schließen, wenn der Wind ungünstig steht. So kamen wir dann mit reichlich Verspätung auf dem australischen Kontinent herunter. Es wurde schon dunkel als wir unser Gepäck bekamen und durch die weiteren Kontrollen (Schlamm am Schuh, Lebensmittel: Honig) gingen. Direkt am Flugplatz ist eine S-Bahn-Haltestelle, so dass wir sofort weiterfahren konnten. Die Reise war jedoch trotzdem etwas schwierig für mich, weil ich immernoch Schmerzen im Rücken hatte und schon das Laufen ohne Rucksack weh tat. In der Bahn stellten wir dann fest, dass die australische Handykarte, die wir mit einem anderen Reisenden gegen eine neuseeländische getauscht hatten, nicht funktionierte und Jere beim letzten Update seines Handys die Telefonnummer von der Gastfamilie verloren hatte. Das Handy ließ sich zum Glück zurücksetzen und an der Zielhaltestelle gab es ein Münztelefon. Wir riefen also Jimmy an und er holte uns vom Bahnhof ab. Schon während der Fahrt merkten wir, dass er ein offener gutherziger Typ ist, der gerne Leute um sich hat. Er erzählte uns gleich, dass er mehreren Reisenden zugesagt hat, sie über Weihnachten und Silvester zu beherbergen. Einige davon waren schon einmal da und wollten die Feiertage bei bekannten Gesichten verbringen. Von Anu, seiner Frau, erfuhren wir auch gleich, dass wir wahrscheinlich nach zwei Tagen an ihren Sohn Christian und seine Familie ausgeborgt werden, um den anderen Wwoofern Platz zu machen. Ich fühlte mich erst ein wenig abgeschoben, aber alles ging einen guten Weg.</p>
<p>Während der Nacht und als wir an unserem ersten Morgen aufwachten, hörten wir gleich den Unterschied zwischen Neuseeland und Australien: Draußen schrie es! Die ganze Natur schien zu kreischen und zu zischen und das sehr laut. Wir nahmen unsere Arbeit auf, harkten, kehrten, trugen Holz durch die Gegend (Autsch!) und machten um den Pizzasteinofen alles sauber, damit dort weiter gepflastert werden kann. Tatsächlich packten wir am zweiten Tag schon unsere Sachen, hinterließen unsere „Honeymoonsuit“, wie sie Jimmy wegen des großen Bettes nannte, den nächsten Wwoofern und Anu fuhr uns zu der eine Stunde entfernt wohnenden Familie Alexander.</p>
<p>Chris und Sharon hießen uns in ihrem riesigen Haus willkommen. Sie stellten uns ihre zwei Söhne Tommy (3 Jahre) und William (5 Jahre) vor, die uns gleich überhaupt nicht schüchtern in ihre Spiele einbinden wollten. Doch für uns hieß es erst einmal: ran an die Spaten und losgeschippt. Die Sonne brannte mit gefühlten 40 Grad (tratsächlich um die 32 Grad) auf uns hinab und wir verzweifelten etwas an dem schweren Lehmboden. Nach ein paar verschwitzten Stunden zettelte Chris eine Wasserschlacht im großen Garten an, so dass wir uns wieder schön abkühlen konnten. Langsam verloren wir auch unsere Scheu vor den giftigen Spinnen. Wir erfuhren, dass die Redback-Spinne die einzige wirklich gefährliche und dem Menschen nahe Spinne sei. Bei den Schlangen warnte man uns, dass wir vor den Braunen weglaufen sollten, da diese nicht nur supergiftig sondern auch noch agressiv seien. Chris und Shanon gaben uns ein paar Bücher über Spinnen und Schlangen und ich muss sagen, man ist danach schon etwas beruhigt, denn viele Schlangen sind gar nicht oder nur geringfügig giftig. Manchmal wird bei einem Biss auch gar kein Gift abgegeben und die meisten Schlangen sind auch eher feige oder tolerant, wenn man ihnen zu nahe kommt. Viele Australier haben noch nie eine in freier Natur gesehen, obwohl sich das Gerücht hartnäckig hält, dass in jedem zweiten Garten hier eine giftige Schlange wohnt.</p>
<p>Das Leben in dieser Familie war wieder eine völlig neue Erfahrung! Der Tag drehte sich um die Kinder, in einem positiven Sinne. Die zwei sind wirklich super erzogen und „pflegeleicht“. Sie können sich gut selbst beschäftigen, nörgeln nicht rum und sind absolut höflich. Die Familie hatte bereits zwei Wwoofer: Gwenna und Christopher aus Frankreich, die in einem eigenen Teil des Hauses wohnten. Wir bekamen das Bastelzimmer mit einem superteuren ausblasbaren Bett. Ich bin leider gar kein Fan von diesen Luftmatratzen, auch wenn sie 400 Euro kosten und so hoch wie ein richtiges Bett sind. Mein Rücken wurde nicht besser und jeden Morgen war ich so steif, dass ich mich kaum aufrichten konnte. Im Laufe des Tages verbesserte es sich immer durch die viele Bewegung, doch am nächsten Morgen war es wieder das Gleiche. Was sich zuerst anfühlte, wie eine Notlösung von Anu und Jimmy, stellte sich als eine tolle Zeit für uns heraus. Die Arbeit war zwar hart, doch wir wurden richtig in die Familie integriert.</p>
<p>An einem Nachmittag fuhr Christian die Franzosen und uns zu einem Weg, der in den Busch führte. An dessen Ende befand sich ein „Wasserloch“, also ein Teilabschnitt eines Flusses, in dem man schwimmen konnte. Der Weg dorthin war unsere erste Erfahrung in der trockenen lauten Wildnis Australiens. Die Sonne brannte und der Schweiß ließ die Sonnencreme kaum auf die Haut kommen. Die Erde war rot, die Bäume teilweise schwarz verkohlt und die Pflanzen wirkten im Gegensatz zu Neuseeland trocken und irgendwie agressiver. Ein Symbol für die Unterschiede der beiden Naturräume wurde für mich eine auffällige Pflanze: In Neuseeland gibt es diese hüfthohen dicken Gräser mit den breiten Blättern. Sie könnnen auch größer als ein Mensch werden. Aus ihren Blättern werden manchmal Körbe geflochten. Hier in Australien gab es eine ähnlich Planze, nur dass die Blätter so dünn wie Stacheln waren und die Pflanze eher wie ein agressives Stacheltier aussieht.</p>
<p>Wir liefen einen steilen Hang hinunter und nach einer Weile sahen wir schon das Wasser im Tal glitzern. Das Highlight des Wasserloches war eine Felsenklippe, von der aus man an einer Stelle völlig ungefährlich in des tiefe kalte Wasser springen konnte. Wir erfrischten uns und entspannten eine wenig. Jere kletterte noch auf dem Wasserfall herum uns sah dabei tatsächlich eine Schlange. Wir fanden nicht heraus, welche es war, doch sie war sehr ängstlich und scheinbar harmlos.</p>
<p>Die beste Tätigkeit aller Arbeiten, die wir für Familien erledigt haben, fanden wir bei Chris und Sharon: Sie besitzen zwei Rasenmähertraktoren, mit denen man über die großen Wiesen düsen kann. Jere und ich hatten riesen Spaß, die Lama-Weide zu mähen, wobei ich denke, dass Jere sich sogar noch etwas mehr gefreut hat als ich. Gwenna und Christopher bekamen ebenfalls eine tolle Aufgabe: Sie scherten die Hunde, so dass sie aussahen wie richtige Pudel (vorher gefielen sie uns besser). Auf diese Weise bereiteten wir einige Kleinigkeiten für den nächsten, großen Tag vor: Weihnachten.</p>

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		<title>Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 06:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebekanntschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Hi ihr drei! Meine Erlebnisse der letzen Wochen? Ihr stellt Aufgaben&#8230; aber nichts leichter als das. Doch ich habe so viel erlebt, das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Hoffe ihr findet was Verwendbares. Sorry, aber es war schwer, mich kurz zu fassen. Ich hab schon so viel ausgelassen. Guckt einfach mal was ihr nutzen wollt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hi ihr drei!</p>
<p>Meine Erlebnisse der letzen Wochen? Ihr stellt  Aufgaben&#8230; aber nichts leichter als das. Doch ich habe so viel erlebt, das ist nur  ein kleiner Ausschnitt. Hoffe ihr findet was Verwendbares. Sorry, aber es  war schwer, mich kurz zu fassen. Ich hab schon so viel ausgelassen. Guckt  einfach mal was ihr nutzen wollt <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand" class='wp-smiley' title="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand Photo" />  Oder seid ihr an etwas noch genauer  interessiert??<span id="more-826"></span></p>
<p>Zum einen muss ich sagen, dass ich sowohl in Neuseeland  als auch in Australien nur nette, freundliche und hilfsbereite Leute, die so gut wie  immer gute Laune haben, kennen gelernt habe. Bei den Deutschen kommt vor allem  die gute Laune häufig zu kurz, erst recht während sie arbeiten oder wie so  oft gestresst sind. Das ist mir zunächst sehr positiv aufgefallen und ich  hoffe, dass ich einen Teil davon mit nach Deutschland zurücknehmen kann und dass es die Menschen in meinem Umfeld ansteckt.</p>
<p>Erlebnisse hatte ich viele, das ist beim Reisen wahrscheinlich auch keine Seltenheit.</p>
<p>Nachdem ich Kaikoura verlassen habe, bin ich auf  einer Farm untergekommen, die sowohl Schafe und Kühe besitzen als auch Weinanbau betreiben. Jeremie hat mich auf seiner Farm herumgefahren und mir viele  interessante Dinge erzählt und gezeigt. Unteranderem war ich auch mit seiner Mutter  am folgenden Tag zur Weinverkostung eingeladen, wo ich weiteres über Wein  erfahren habe.</p>
<p>An einem wunderschönen Tag ging es weiter mit der  Fähre nach Wellington, wo ich 2 Monate zuvor auf einem Schiff die Port Nicholson  Regatta mit gesegelt bin.  Ich hatte Glück und konnte gleich wieder an einer Regatta mitteilnehmen. Wir belegten den 2. Platz  und ich war froh endlich mal wieder auf dem Wasser gewesen zu sein.</p>
<p>Nach 5,5 Stunden Busfahrt war mir mehr als  schlecht, aber ich war endlich in Turangi angekommen. Der folgende Tag war für mich  eine kleine Herausforderung. Es ging zum Alpine Tongariro Crossing – 19,4 km –  1866m hoch – 200 Fotos geknippst – in 6,5h – Muskelkater am nächsten Tag!</p>
<p>Am nächsten Morgen habe ich dann eine  Mitfahrgelegenheit bei zwei Israelis bekommen, mit denen ich dann zusammen eine Woche lang  weitergereist bin. In Taupo haben wir zusammen den Bungysprung gemacht, ich  war angespannt vor Aufregung und Angst. Doch im Gegensatz zu Kobi musste ich  nicht geschuppst werden. Außerdem gibt es in Taupo einen unheimlich schönen  Platz bei Nacht. Einen warmen Wasserfall, der in einen kalten Fluss mündet. Dort  wo sich das Wasser zusammenmischt hat es eine perfekt Temperatur und man kann  dort für mehrere Stunden einfach im Wasser liegen und die Sterne beobachten –  kitschig oder?</p>
<p>In Rotorua stinkt’s! Aber der Geruch ist gar nicht  mal so schlimm und die umliegenden Thermalquellen und Geysire sieht man so wohl nirgends nochmal. Mich hat es beeindruckt, was die Natur so alles mit  sich bringt.</p>
<p>Meine vorletzte Woche in Neuseeland habe in Raglan  verbracht. Eigentlich wollte ich wieder kiten (Anm. d. Red.: Surfen mit einem Lenkdrachen) gehen, aber leider hat der Wind nicht  so mitgespielt. Stattdessen habe ich dann surfen ausprobiert, was mir auch  gut gefallen hat, aber lange nicht so gut wie das Kitesurfen – zu  anstrengend im zu salzigen Wasser <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand" class='wp-smiley' title="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand Photo" /> </p>
<p>Nach Tairua, meinem zu Hause in Neuseeland (dort  habe ich 2,5 Monate gearbeiten, gelebt, gefeiert), musste ich schließlich gehen, um  „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Meine Ex-Chefin lud mich nicht nur zum  Übernachten bei ihr im Gästezimmer ein, sondern auch zum Essen in dem einzigen anderen Restaurant der Stadt, an dem Tag als das &#8220;Shells&#8221; geschlossen hatte.  Außerdem verabschiedete ich mich von den Freunden, die ich während des  Arbeitens dort gewonnen hatte.</p>
<p>In Auckland traf ich andere Reisende wieder, die  ich zuvor auf meiner Tour durch Neuseeland schon getroffen hatte. Wir verbrachten  schöne Tage, bis schließlich mein Flieger nach Sydney abhob.</p>
<p>Die Nacht in Sydney auf dem Flughafen war  unbeschreiblich lang und nervig. Dennoch kam ich am nächsten Morgen fröhlich in Brisbane  an. Dort hatte ich auch mehr als Glück, dass die Crew, die ich als erstes  ansprach, noch jemanden suchte. Was soll ich sagen, es war mir klar, dass ich  nicht ins beste Team kommen würde. Denn die würden nicht am letzten Tag noch nach  Crew suchen. Doch ich war einfach nur mehr als froh wieder auf einer Melges  24 segeln zu dürfen. Außerdem nahmen mich die anderen Segler auch super  auf. Da ich die einzige war, die nicht aus Australien kam, habe ich auch gleich  noch ein Flasche Wein geschenkt bekommen – für die weiteste Anreise. Tagsüber  wurde bei strahlendem Sonnenschein und etwas Wind bei herrlichen Temperaturen gesegelt und anschließend ging es weiter an die Bar. Eine wunderschöne  Woche verging so schnell, dass ich mich auch schon bald in Sydney wiederfand.</p>
<p>Sightseeing war angesagt. Ich denke, ich habe so  ziemlich alles mitgenommen, was es zu sehen gab. Hinzu kam auch noch ein Fallschirmsprung. Den Sprung konnte ich viel mehr genießen als den Bungy  und ich denke, dass ich es auch bald wieder tun werde. Ansonsten stand auf  dem Programm: Sydney Harbour Bridge, Opera Besuch (2 Komiker aus Amerika), Botanischer Garten, Art Galerie of New South Wales, Aquarium, Blue  Mountains Tagestour, Manly Beach, Darling Harbour, Ferry Touren, The Rocks, Segeln  in Newport, Sydney Rundtour etc. Das bester war, dass ich Segler (aus  Brisbane) wiedergetroffen habe und teilweise sogar bei ihnen übernachten durfte,und sie  mir außerdem viel gezeigt haben. An meinem letzten Wochenende war ich  schließlich mit Waz (Segler) und seiner Freundin Peta aus. An dem Abend gab es so die  eine oder andere Flasche Wein. Am nächsten und meinem letzen Tag führten sie mich  in Sydney nochmal an Plätze, die man sonst nicht so sieht – wir  hatten großen Spaß.</p>
<p>Meine Reise ging weiter über Bangkok nach Udon  Thani. Dort hat mich ein alter schwedischer Freund mit seiner neuen viel jüngeren thailändischen Freundin abgeholt und bei sich aufgenommen. Mir wurde  eine ganz neue Kultur und Lebensweise vorgelebt, mit der ich wohl nicht so viel  gemein habe.</p>
<p>Von den Krawallen in Bangkok bekam man dennoch in  Udon Thani nicht viel mit, außer durchs Fernsehen und das meine Flüge verschoben  wurden (letztendlich aber zu meinen Gunsten).</p>
<p>Nach 3 Tagen saß ich wieder im Flieger nach Phuket,  doch für die ersten Tage buchte ich mich in der Stadt ein. Es wurde so gut wie  kein Englisch gesprochen, jeder gaffte mich komisch an, das Zimmer schimmelte  und es gab keine Klimaanlage. Ich war froh als ich heute endlich nach Patong  Beach kam. Hier ist die Touismushochburg und für diesen Tag fand ich es  einfach nur gut so, endlich wieder unter Menschen zu sein, die mich verstehen.  Insgesamt finde ich bis jetzt, dass Thailand schmutzig, laut und dreckig ist. Mofas gibt es hier wohl mehr als Einwohner, Taxis  bekommt man mehr als 20 pro Minute aufgedrängt. Doch es ist auch trotz des  schlechten Euros immer noch billig (Essen im Restaurant 1€, Dormbett im Hostel 5€  pro Nacht).</p>
<p>Ich genieße noch ein bischen die Sonne, hoffe, dass  es nicht so schnell anfängt zu Regnen und dass ich eventuell noch mal zum Kiten  komme.</p>
<p>Liebe Grüße aus Thailand!</p>
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		<title>ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 02:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auckland]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
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		<description><![CDATA[Knapp einen Monat ist es jetzt her, dass wir drei wieder alleine unterwegs sind. Laila hatte uns ja schon in Kaikoura verlassen, den Abschied von Svenja und Svea in Christchurch habt ihr ja hier auf dem Blog fast live miterleben können. Zeit, mal einen aktuellen Statusbericht über den Aufenthaltsort der Mädels zu geben. Laila ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knapp einen Monat ist es jetzt her, dass wir drei wieder alleine unterwegs sind. Laila hatte uns ja schon in Kaikoura verlassen, den Abschied von Svenja und Svea in Christchurch habt ihr ja hier auf dem Blog fast live miterleben können. Zeit, mal einen aktuellen Statusbericht über den Aufenthaltsort der Mädels zu geben.</p>
<p>Laila ist von Kaikoura aus zu einem ihr bekannten Pärchen weitergezogen, dort ein paar Tage geblieben und dann wieder auf die Nordinsel gereist. Dort hat sie bestimmt noch einiges erlebt. Die Bilder von ihrem Bungy-Spring gabs ja <a title="Lailas Bungy-Sprung" href="http://www.ganzrechtsunten.de/2010/04/lebenszeichen-von-laila/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">hier</a> auf dem Blog. Danach ist sie von Auckland aus nach Sydney und gleich weiter nach Brisbane geflogen, wo sie als Teammitglied eines Bootes an der australischen Segelmeisterschaft teilgenommen hat. Im Moment müsste sie sich gerade irgendwo in Thailand befinden, wo die politischen Verhältnisse ja im Moment alles andere als beruhigend sind. Wir hoffen es geht Laila gut und würden uns über ein Lebenszeichen freuen!</p>
<p><em>Laila, würdest du für uns, wenn du irgendwann mal Zeit hast, deine Erlebnisse der letzten Wochen zusammenschreiben und für den Blog bereitstellen? Ich glaube viele der Leser würde das sicherlich interessieren. </em></p>
<p>So, nun zu den beiden Bremerinnen: die haben noch eine &#8211; hoffentlich tolle &#8211; Woche in Auckland verbracht, bevor es dann mit dem Flieger &#8211; übrigens am selben Tag wie Lailas Flug &#8211; auf die Fidjis ging. Wie wir erfahren haben, ist ihr Gepäck leider nicht zur gleichen Zeit dort angekommen. Dieses Problem scheinen die beiden häufiger zu haben <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand" class='wp-smiley' title="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand Photo" />  Zumindest gab&#8217;s das schonmal auf dem Flug nach Neuseeland, die beiden waren also quasi darauf vorbereitet <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand" class='wp-smiley' title="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand Photo" />  <br />
 Über die Zeit auf den Fidjis und ihren anschließenden Aufenthalt in den USA (LA un NY) wissen wir bisher noch nicht sehr viel. Die Mädels sind aber inzwischen wieder sicher in Deutschland gelandet und werden uns hoffentlich auch noch updaten.</p>
<p><em>Svea, Svenja, wir und viele andere würden uns sehr freuen, wenn ihr Lust hättet <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand" class='wp-smiley' title="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand Photo" /> , einen weiteren Gastbeitrag über eure Zeit nach &#8220;den Gelben&#8221; zu schreiben.</em></p>
<p>Ein Goodie haben wir uns dennoch von Sveas Facebook-Profil geklaut:<br />
 
<a href="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/allg/sveasvenjafidji.jpg" title="Svea und Svenja auf Fidji" rel="lightbox[singlepic439]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.ganzrechtsunten.de/wp-content/gallery/cache/439__320x240_sveasvenjafidji.jpg" alt="ganzrechtsunten.de auf Fidji, in Australien, den USA und in Thailand" title="sveasvenjafidji" />
</a>
</p>
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