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	<title>Neuseeland Blog &#187; Gastbeiträge</title>
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		<title>Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 06:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebekanntschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Hi ihr drei! Meine Erlebnisse der letzen Wochen? Ihr stellt Aufgaben&#8230; aber nichts leichter als das. Doch ich habe so viel erlebt, das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Hoffe ihr findet was Verwendbares. Sorry, aber es war schwer, mich kurz zu fassen. Ich hab schon so viel ausgelassen. Guckt einfach mal was ihr nutzen wollt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hi ihr drei!</p>
<p>Meine Erlebnisse der letzen Wochen? Ihr stellt  Aufgaben&#8230; aber nichts leichter als das. Doch ich habe so viel erlebt, das ist nur  ein kleiner Ausschnitt. Hoffe ihr findet was Verwendbares. Sorry, aber es  war schwer, mich kurz zu fassen. Ich hab schon so viel ausgelassen. Guckt  einfach mal was ihr nutzen wollt <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand" class='wp-smiley' title="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand Photo" />  Oder seid ihr an etwas noch genauer  interessiert??<span id="more-826"></span></p>
<p>Zum einen muss ich sagen, dass ich sowohl in Neuseeland  als auch in Australien nur nette, freundliche und hilfsbereite Leute, die so gut wie  immer gute Laune haben, kennen gelernt habe. Bei den Deutschen kommt vor allem  die gute Laune häufig zu kurz, erst recht während sie arbeiten oder wie so  oft gestresst sind. Das ist mir zunächst sehr positiv aufgefallen und ich  hoffe, dass ich einen Teil davon mit nach Deutschland zurücknehmen kann und dass es die Menschen in meinem Umfeld ansteckt.</p>
<p>Erlebnisse hatte ich viele, das ist beim Reisen wahrscheinlich auch keine Seltenheit.</p>
<p>Nachdem ich Kaikoura verlassen habe, bin ich auf  einer Farm untergekommen, die sowohl Schafe und Kühe besitzen als auch Weinanbau betreiben. Jeremie hat mich auf seiner Farm herumgefahren und mir viele  interessante Dinge erzählt und gezeigt. Unteranderem war ich auch mit seiner Mutter  am folgenden Tag zur Weinverkostung eingeladen, wo ich weiteres über Wein  erfahren habe.</p>
<p>An einem wunderschönen Tag ging es weiter mit der  Fähre nach Wellington, wo ich 2 Monate zuvor auf einem Schiff die Port Nicholson  Regatta mit gesegelt bin.  Ich hatte Glück und konnte gleich wieder an einer Regatta mitteilnehmen. Wir belegten den 2. Platz  und ich war froh endlich mal wieder auf dem Wasser gewesen zu sein.</p>
<p>Nach 5,5 Stunden Busfahrt war mir mehr als  schlecht, aber ich war endlich in Turangi angekommen. Der folgende Tag war für mich  eine kleine Herausforderung. Es ging zum Alpine Tongariro Crossing – 19,4 km –  1866m hoch – 200 Fotos geknippst – in 6,5h – Muskelkater am nächsten Tag!</p>
<p>Am nächsten Morgen habe ich dann eine  Mitfahrgelegenheit bei zwei Israelis bekommen, mit denen ich dann zusammen eine Woche lang  weitergereist bin. In Taupo haben wir zusammen den Bungysprung gemacht, ich  war angespannt vor Aufregung und Angst. Doch im Gegensatz zu Kobi musste ich  nicht geschuppst werden. Außerdem gibt es in Taupo einen unheimlich schönen  Platz bei Nacht. Einen warmen Wasserfall, der in einen kalten Fluss mündet. Dort  wo sich das Wasser zusammenmischt hat es eine perfekt Temperatur und man kann  dort für mehrere Stunden einfach im Wasser liegen und die Sterne beobachten –  kitschig oder?</p>
<p>In Rotorua stinkt’s! Aber der Geruch ist gar nicht  mal so schlimm und die umliegenden Thermalquellen und Geysire sieht man so wohl nirgends nochmal. Mich hat es beeindruckt, was die Natur so alles mit  sich bringt.</p>
<p>Meine vorletzte Woche in Neuseeland habe in Raglan  verbracht. Eigentlich wollte ich wieder kiten (Anm. d. Red.: Surfen mit einem Lenkdrachen) gehen, aber leider hat der Wind nicht  so mitgespielt. Stattdessen habe ich dann surfen ausprobiert, was mir auch  gut gefallen hat, aber lange nicht so gut wie das Kitesurfen – zu  anstrengend im zu salzigen Wasser <img src='http://www.ganzrechtsunten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand" class='wp-smiley' title="Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand Photo" /> </p>
<p>Nach Tairua, meinem zu Hause in Neuseeland (dort  habe ich 2,5 Monate gearbeiten, gelebt, gefeiert), musste ich schließlich gehen, um  „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Meine Ex-Chefin lud mich nicht nur zum  Übernachten bei ihr im Gästezimmer ein, sondern auch zum Essen in dem einzigen anderen Restaurant der Stadt, an dem Tag als das &#8220;Shells&#8221; geschlossen hatte.  Außerdem verabschiedete ich mich von den Freunden, die ich während des  Arbeitens dort gewonnen hatte.</p>
<p>In Auckland traf ich andere Reisende wieder, die  ich zuvor auf meiner Tour durch Neuseeland schon getroffen hatte. Wir verbrachten  schöne Tage, bis schließlich mein Flieger nach Sydney abhob.</p>
<p>Die Nacht in Sydney auf dem Flughafen war  unbeschreiblich lang und nervig. Dennoch kam ich am nächsten Morgen fröhlich in Brisbane  an. Dort hatte ich auch mehr als Glück, dass die Crew, die ich als erstes  ansprach, noch jemanden suchte. Was soll ich sagen, es war mir klar, dass ich  nicht ins beste Team kommen würde. Denn die würden nicht am letzten Tag noch nach  Crew suchen. Doch ich war einfach nur mehr als froh wieder auf einer Melges  24 segeln zu dürfen. Außerdem nahmen mich die anderen Segler auch super  auf. Da ich die einzige war, die nicht aus Australien kam, habe ich auch gleich  noch ein Flasche Wein geschenkt bekommen – für die weiteste Anreise. Tagsüber  wurde bei strahlendem Sonnenschein und etwas Wind bei herrlichen Temperaturen gesegelt und anschließend ging es weiter an die Bar. Eine wunderschöne  Woche verging so schnell, dass ich mich auch schon bald in Sydney wiederfand.</p>
<p>Sightseeing war angesagt. Ich denke, ich habe so  ziemlich alles mitgenommen, was es zu sehen gab. Hinzu kam auch noch ein Fallschirmsprung. Den Sprung konnte ich viel mehr genießen als den Bungy  und ich denke, dass ich es auch bald wieder tun werde. Ansonsten stand auf  dem Programm: Sydney Harbour Bridge, Opera Besuch (2 Komiker aus Amerika), Botanischer Garten, Art Galerie of New South Wales, Aquarium, Blue  Mountains Tagestour, Manly Beach, Darling Harbour, Ferry Touren, The Rocks, Segeln  in Newport, Sydney Rundtour etc. Das bester war, dass ich Segler (aus  Brisbane) wiedergetroffen habe und teilweise sogar bei ihnen übernachten durfte,und sie  mir außerdem viel gezeigt haben. An meinem letzten Wochenende war ich  schließlich mit Waz (Segler) und seiner Freundin Peta aus. An dem Abend gab es so die  eine oder andere Flasche Wein. Am nächsten und meinem letzen Tag führten sie mich  in Sydney nochmal an Plätze, die man sonst nicht so sieht – wir  hatten großen Spaß.</p>
<p>Meine Reise ging weiter über Bangkok nach Udon  Thani. Dort hat mich ein alter schwedischer Freund mit seiner neuen viel jüngeren thailändischen Freundin abgeholt und bei sich aufgenommen. Mir wurde  eine ganz neue Kultur und Lebensweise vorgelebt, mit der ich wohl nicht so viel  gemein habe.</p>
<p>Von den Krawallen in Bangkok bekam man dennoch in  Udon Thani nicht viel mit, außer durchs Fernsehen und das meine Flüge verschoben  wurden (letztendlich aber zu meinen Gunsten).</p>
<p>Nach 3 Tagen saß ich wieder im Flieger nach Phuket,  doch für die ersten Tage buchte ich mich in der Stadt ein. Es wurde so gut wie  kein Englisch gesprochen, jeder gaffte mich komisch an, das Zimmer schimmelte  und es gab keine Klimaanlage. Ich war froh als ich heute endlich nach Patong  Beach kam. Hier ist die Touismushochburg und für diesen Tag fand ich es  einfach nur gut so, endlich wieder unter Menschen zu sein, die mich verstehen.  Insgesamt finde ich bis jetzt, dass Thailand schmutzig, laut und dreckig ist. Mofas gibt es hier wohl mehr als Einwohner, Taxis  bekommt man mehr als 20 pro Minute aufgedrängt. Doch es ist auch trotz des  schlechten Euros immer noch billig (Essen im Restaurant 1€, Dormbett im Hostel 5€  pro Nacht).</p>
<p>Ich genieße noch ein bischen die Sonne, hoffe, dass  es nicht so schnell anfängt zu Regnen und dass ich eventuell noch mal zum Kiten  komme.</p>
<p>Liebe Grüße aus Thailand!</p>
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		<title>Gastbeitrag: Svea</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 02:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czery</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebekanntschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Svea hat sich nicht lumpen lassen und für uns einen superschönen Betrag verfasst. Auch dir nochmal vielen Dank! Nun sitz ich hier mit den drei verrückten Studenten in der großen gemütlichen Küche, beobachte, wie sie sich fleißig für das hoffentlich leckere Abendessen bemühen und habe als Amateur die glorreiche Aufgabe mein Abendteuer in Neuseeland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Svea hat sich nicht lumpen lassen und für uns einen superschönen Betrag verfasst. Auch dir nochmal vielen Dank!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Nun sitz ich hier mit den drei verrückten Studenten in der großen gemütlichen Küche, beobachte, wie sie sich fleißig für das hoffentlich leckere Abendessen bemühen und habe als Amateur die glorreiche Aufgabe mein Abendteuer in Neuseeland in Worte zu fassen. Ha, nichts leichter als das… man, wann ist denn endlich das Essen fertig?<span id="more-683"></span></p>
<p>Mittlerweile ist ein neuer Tag angebrochen und ich sitze in dem kleinen süßen Fernsehzimmer, in dem wir gefühlte fünfzig Filme geschaut haben, und versuche meine ganzen Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Auf der einen Seite merke ich, wie die letzten Tage hier dem Ende zu gehen und wie dieses Gefühl mich immer mehr bedrückt.</p>
<p>Ich glaube, man kann sich gar nicht vorstellen, wie intensiv und schnell man Menschen kennen und mögen lernen kann, wenn man nicht gerade auf Weltreise ist. Mir graut es schon vor dem Augenblick morgen am Flughafen, weil ich weiß, dass es wohl einer der emotionalsten Momente in meinem großen Abenteuer sein wird.</p>
<p>Als wir uns in Wanaka kennen lernte, ahnte ja noch keiner, dass aus dem ganztags Frühstück eine richtige Tradition wird…</p>
<p>Wie eine kleine Familie wird bei uns nämlich morgens zunächst liebevoll das Frühstück vorbereitet, auf den letzten Langschläfer gewartet, um dann ganz gemütlich mit viel Tee und Gelächter in den Tag zu starten. Während des Frühstücks wird dann das Tagesprogramm besprochen, um sich bei getrennten Aktivitäten spätestens beim Abendessen zum gemeinsamen Kochen wieder zu finden. Häufig werden anschließend Stift und Post-its gezückt, um sich mit dem Spiel „wer bin ich?“ zu belustigen oder Jere gibt mal wieder sein Bestes auf der Gitarre und wir trällern gemeinsam unsere Best-off-Songs, wie Wonderwall oder Kiss…</p>
<p>„Menschen kommen und gehen, die Einen vergisst man und die Andere bleiben für immer in deinem Herzen“</p>
<p>Seitdem ich hier bin, habe ich so viele Menschen kennen gelernt und bin trotzdem immer wieder verblüfft, wie verschieden wir doch alle sind. Ich glaube, nein, ich weiß, dass unsere kleine Familie definitiv in meinem Herzen bleiben wird!</p>
<p>Als ich Claudi kennen lernte, hätte ich zum Beispiel niemals erwartet, dass diese kleine liebenswürdige und souveräne Person teilweise Sprüche raus knallen kann, dass einem fast die Spucke wegbleibt und man sich im nächsten Moment auf den Boden schmeißt, um sich vor lachen zu kringeln… aber dann gibt es auch diese warmen und herzlichen Momente, in denen ich neben ihr sitze, eine Haarsträhne aus dem Gesicht gestrichen bekomme oder sie ihren Kopf auf meine Schulter legt und wir gemeinsam den Augenblick genießen.</p>
<p>Bei Thomas bin ich irgendwie noch nicht ganz durchgestiegen. Manchmal gibt es Tage, an denen er sich alle halbe Stunde in die Telefonzelle verzieht und mit, gefühlt, halb Deutschland telefoniert und dann gibt es Momente, in denen man sich über Gott und die Welt unterhält und lacht und sich wundert, was die vorherigen Tage los war… trotzdem bleibt er seiner  zuvorkommende und fürsorgliche Art immer treu und versorgt einen mit Tee und Wärmflasche, wenn man total fertig von einer nicht ganz so schönen Walbeobachtungstour kommt oder sorgt sich um das Befinden, wenn man mal nicht allzu gesprächig ist und nicht unbedingt freundlich aus der Wäsche guckt.</p>
<p>Tja und Jere… die perfekte Ergänzung zu seiner besseren Hälfte. Nicht das es schon reicht, wenn ich mich schon auf dem Boden vor lachen kringele, nein, man setzt noch den einen oder anderen Spruch drauf, um mich auch noch zum heulen zu bringen. Um die Abwechslung aber noch ein wenig zu wahren, belästigt man die anderen Hostelbewohner, indem man sich wie von der Tarantel gestochen durch die Küche jagt und mit Styroporrollen oder Handtüchern schlägt. Ab und zu habe ich mich auch an Rugby versucht, aber wer Jere kennt und sich mich als kleinen Hempfling daneben vorstellt, kann sich ausmalen, wer immer gewonnen hat… richtig, ich natürlich!</p>
<p>Mittlerweile sitz ich hier auch nicht mehr alleine, sondern in gewohnter familiärer Umgebung, weil es zusammen irgendwie ja doch schöner ist und jeder gegenseitig nach der gemeinsamen Nähe sucht.</p>
<p>Ja und nun auf der andere Seite bin ich doch sehr glücklich über diese vielen tollen gemeinsamen Momente und Erinnerungen und muss freudestrahlend feststellen, dass das kleine, aber irgendwie doch riesige Abenteuer so langsam zu Ende geht und ich diese tolle Zeit mit genau den richtigen Menschen teilen konnte, Menschen, die man zu hause im kalten Deutschland wohl als richtig gute Freunde bezeichnet!</p>

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		<title>Gastbeitrag: Svenja</title>
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		<description><![CDATA[Kurz vor ihrer Abreise haben wir Svenja und Svea gebeten, für unseren Blog einen Gastbeitrag zu schreiben. Die beiden Mädels haben sofort zugestimmt und sich in die Arbeit gestürzt. Hier gibt&#8217;s das Resultat von Svenja. Nochmals vielen Dank dafür! Wir sollen jeder einen Beitrag für den Blog schreiben und das innerhalb weniger Stunden – das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor ihrer Abreise haben wir Svenja und Svea gebeten, für unseren Blog einen Gastbeitrag zu schreiben. Die beiden Mädels haben sofort zugestimmt und sich in die Arbeit gestürzt. Hier gibt&#8217;s das Resultat von Svenja. Nochmals vielen Dank dafür!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Wir sollen jeder einen Beitrag für den Blog schreiben und das innerhalb weniger Stunden – das eröffneten uns die „Gelben“ zwei Abende bevor wir uns von ihnen verabschieden müssen. Das Thema sei egal, es solle nur ansatzweise etwas mit dem Blog beziehungsweise mit Neuseeland zutun haben. Na super, nichts leichter als das…<span id="more-676"></span></p>
<p>Ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und mein Reisetagebuch, das ich seit dem ersten Tag hier in Neuseeland führe, abschreiben. Das wäre allerdings viel zu ausführlich und würde mich wohl am Ende doch noch viel mehr Zeit kosten. Außerdem möchte ich so wundervollen Menschen wie Claudi, Jere und Thomas ja auch noch etwas Persönliches mit auf den Weg geben…</p>
<p>Dieser Beitrag soll also von Neuseeland und meinen Erfahrungen hier handeln. Ich denke, über das Land der Kiwis und seine Natur brauche ich nichts mehr zu erzählen. Dafür lässt euch Claudi regelmäßig in die faszinierende und farbenfrohe Welt von Mittelerde und Umzu eintauchen.</p>
<p>Also dann, was gibt es zu meinen Erfahrungen hier zu sagen? – Das Beeindruckenste und Intensivste auf dieser Reise ist für mich wohl, dass man so viele unterschiedliche und internationale Menschen kennenlernt. Da ist in Palmerston North zum Beispiel der Kfz.-Technik-Lehrer James aus Kanada, für den es eine Selbstverständlichkeit ist unser Auto gegen ein paar Cookies zu reparieren. Dann trifft man die Däninnen Cecilie und Tuve, mit denen man im Hostel in Christchurch tagelang das gleiche Leid teilt sich mit der englischen Alkoholikerin Fiona eine Küche sowie den Aufenthaltsraum teilen zu müssen. Beim Kochen in Kaikoura lernt man den Holländer Rens kennen, der am nächsten Tag die gleich Route wie wir reisen will und den wir, obwohl er uns eigentlich total fremd ist, in unserem Van mit nach Christchurch nehmen. In Nelson schließen wir mit Marie Bekanntschaft, mit der wir uns dann auch in Christchurch noch einmal treffen.</p>
<p>Hier in Neuseeland trifft man sich unerwartet oft noch einmal wieder und verabschiedet sich nicht nur einmal voneinander. Wenn der endgültige Abschied dann doch mal unausweichlich ist, verspricht man sich immer über Facebook oder per Email in Kontakt zu bleiben.</p>
<p>Auch in dieser Hinsicht unterscheiden sich die Bekanntschaften, die man hier schließt sehr. Einerseits nimmt man sich bei manchen vor in Kontakt zu bleiben und sich irgendwann im Leben mal wiederzusehen. Wenn man aber ehrlich ist, muss man sich eingestehen, dass ein richtig fester, stetiger Kontakt und vorallem ein Treffen wohl nie zustande kommen werden.</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es dann aber auch wieder so Menschen wie die „Gelben“ von denen man sich zwar auch verabschieden muss. Allerdings bin ich mir bei ihnen sicher, dass man mittlerweile eine so dicke und ehrliche Freundschaft geschlossen hat, die auch über längere Zeit und Distanz bestehen wird und dass man sich definitiv zu einem Neuseeland-Erinnerungstreffen zusammenfinden wird. Man weiß zwar noch lange nicht wo und wann, aber man weiß, dass es passieren wird. Ein schönes Gefühl!</p>
<p>Ach, ihr fragt euch wer die „Gelben“ sind? – Diese Gruppe dürfte euch wohl bekannt sein. Sie setzt sich aus Claudi, Jere und Thomas zusammen und der Begriff stammt aus meinem Tagebuch. Die Auswahl dieses liebevollen Namens erweist sich schnell als logisch, wenn man ihren fahrbaren Untersatz begutachtet. Als wir die Drei in Wanaka kennenlernten war</p>
<p>ihr Van einfach nur komplett gelb angesprüht und überall auf den ersten Blick zu erkennen, perfekt zum Kolonnefahren. Mittlerweile ist schon das bekannte Kiwivogel-Blog-Logo aufgesprüht und wir sind schon einige Male in diesem echt schicken Gefährt als blinde Passagiere mitgefahren. Auch dieses Gefühl werde ich vermissen: Im Hinterraum des Vans auf dem Boden in Claudis oder Sveas Schoß zu liegen, mich zu verstecken und mich wie ein Flüchtling zu fühlen. Ich werde so viel an der gemeinsamen Zeit mit den „Gelben“ vermissen, wir hatten eine ganz besonders schöne Zeit hier mit ihnen!</p>
<p>Jetzt werde ich hier schon sentimental, romantisch und kitschig, passend zur langsam einsetzenden kühleren Jahreszeit. Wenn ich hier an meinem Tisch im Hostel aus dem Fenster schaue, sehe ich das herbstlich rot-gelb-orange gefärbte Laub. Eigentlich wie zuhause nur, dass hier zwischen den Laubbäumen dann auch immer mal wieder ein paar Palmen hervorragen, die einem versichern, dass man wirklich in Neuseeland ist und nicht irgendwo in Deutschland.</p>
<p>Ich frage mich, wie der Winter hier am anderen Ende der Welt wohl so aussieht. Ist der Sand am Strand dann bedeckt von Schnee und Eis? Hängen von den Palmen Eiszapfen hinunter?</p>
<p>Und noch eine weitere Frage, die aufkommt: Wie wird der Winter und die kommende Zeit ohne uns wohl für Claudi, Jere und Thomas aussehen? – Ich stelle mir ihre gemeinsame Zukunft hier im Land der Maoris folgendermaßen vor:</p>
<p>Die Drei werden nach unserem Abflug noch ein paar Tage mit ihrer lässigen und entspannten Studenteneinstellung nach einem Platz zum Arbeiten für Unterkunft und Verpflegung, dem so genannten Wwoofing, suchen. Bald werden sie alle gemeinsam auf einer kleinen Farm hier auf der Südinsel fündig werden. An diesem schönen, aber verlassenen Plätzchen Erde wird es Pferde, Schafe und Hunde geben. Claudis tägliche Aufgabe und Leidenschaft werden die Pferde sein. Sie ist dort dafür zuständig mit den Tieren auszureiten und sie zu pflegen. Der Hund ist bei ihrer Ankunft noch ein kleiner Welpe und sie dürfen ihn Snoop (Dogg) taufen. Mit den määäähenden Schafen und ihren Kumpanen den Schiegen (darf ich vorstellen? &#8211; Eine Mischung aus Schaf und Ziege) freunden sich die „Gelben“ schnell an und können während ihrer Zeit auf der Farm ihren Traum wahr werden lassen und die Tiere selber per Hand scheren.</p>
<p>Diesem Job werden sie ca. drei Monate treu bleiben bis es ihnen dann doch zu kalt und ungemütlich auf der Südinsel wird. Der Winter hier soll ja doch ziemlich kühl sein.</p>
<p>Also entscheiden sie sich den ehemaligen Arbeitgebern den Rücken zuzukehren und per Fähre via Picton-Wellington auf die Nordinsel, wo es zumindest etwas wärmer sein soll, zu ziehen. Dort bekommen sie ein Jobangebot in einem Naturschutzreservat, wo sie Kiwi-Voegel pflegen und nebenbei die ganz untouristische Natur von Neuseeland kennenlernen.</p>
<p>Aber auch dort hält es sie nur drei bis vier Monate. Doch ihr braucht jetzt gar nicht glauben, dass es für die Drei irgendwann langweilig wird, nein! Denn dann wird der Frühling hier langsam in vollem Gange und der Sommer nicht mehr weit sein. Die Sonnenstrahlen zaubern Claudi eins von ihren vielen Lächeln ins Gesicht und Thomas und Jere können nicht anders als bei diesem ansteckend frohen Gemüt mitzulachen. Spontan wie sie nun mal sind und aus dieser frohen Laune heraus einigen sie sich darauf die letzten Monate in diesem wunderschönen Land nur noch zu reisen. Sie haben genug gearbeitet, Geld gespart und sich die Rundreise hier sehr wohl verdient. Jetzt heißt es nur noch fahren, anhalten, die schöne Aussicht genießen, weiterfahren, Fotos machen, fahren, fahren, fahren&#8230; ok, und zwischendurch mal tanken J</p>
<p>Irgendwann ist aber jede noch so schöne Zeit mal vorüber und ihr Jahr in Neuseeland ist vorbei. In Australien wird Jere noch einmal auf eine harte Probe gestellt, denn er muss Claudi vor den giftigen und gefährlichen Tieren dort oft beschützen. Dies macht er ganz geschickt, indem er ihr immer wieder auf seiner Gitarre die schönsten Lieder vorspielt. Da werden sogar die Schlangen, Spinnen und was da sonst noch so vor sich hinvegetiert schwach und lassen die beiden lieber ganz romantisch am Strand alleine.</p>
<p>Selbst in einer so aufregenden und turbulenten Stadt wie Bangkok werden sich die mittlerweile reiseerprobten Medienkommunikationsexperten sehr gut zurechtfinden  bevor sie sich dann aber wirklich mal auf den Weg nach Hause machen müssen, um dort ihre Masterarbeit zu verfassen.</p>
<p>Wir hingegen ziehen also morgen schon weiter. Unser Flug geht in wenigen Stunden von Christchurch aus nach Auckland. Dort werden wir noch 11 Tage die Stadt und Umgebung erkunden sowie im Hafen bei einem schönen Abschlussessen und einem leckeren Glas Wein auf unsere neuseeländische Zeit anstoßen. An diesem Abend werden wir auf einen wundervollen und unvergesslichen Lebensabschnitt zurückblicken, aber auch aufgeregt und gespannt sein,  was für Abenteuer uns wohl in den kommenden Wochen noch so erwarten werden.</p>
<p>Von dieser achso stressigen und kräfteraubenden Zeit hier im Kiwi-Land werden wir uns erstmal einige Tage auf den Fijis, genauer gesagt der Bounty Island sowie der South Sea Island erholen müssen. Dort ist dann purer Strandurlaub angesagt wie man es aus den Reisekatalogen kennt. Wir werden schön in unserer Hängematte am weißen Sandstrand liegen und mit dem Cocktail in der Hand auf das glasklare türkisfarbene Wasser gucken bevor wir anschließend in unseren neuen weißen Strandkleidern die Raffaelo-Werbung nachspielen.</p>
<p>Vollgetankt und von den exotischen Früchten dieser Gegend gestärkt werden wir anschließend wieder einen etwas längeren Flug vor uns haben. Dieses Mal wird uns der Trip hoch über den Wolken in die Stadt der Stars und Sternchen bringen. Es wird abgehen nach Los Angeles! Nach einem von Svea geplanten Frisörbesuch und einigen Sightseeing- und Shoppingausflügen geht es zum Schluss noch einmal richtig rund.</p>
<p>Das letzte Reiseziel im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sowie auch das letzte Ziel unserer gesamten Weltreise wird der Big Apple, New York sein. Was uns dort erwartet vermag ich mir in meiner Phantasie noch gar nicht auszumalen. Dort wird man sicherlich vor lauter Wolkenkratzern und blinkenden Lichtern keinen Himmel mehr sehen. Das ist übrigens hier in Neuseeland genau umgekehrt. Hier haben die Häuser in der Regel nur ein Erdgeschoss und dadurch kann man oft den wunderschönen Sonnenuntergang oder auch nachts den sternenklaren Himmel über den Dächern der kleinen Städte beobachten, wenn man auf einer der für Neuseeland typischen Verandas vor dem Haus sitzt. Naja, das nur mal so ganz nebenbei J</p>
<p>Wo war ich stehengeblieben? – Achja, was uns nach dieser Weltreise so erwartet. Für uns wird der Alltag eines Studenten dann hoffentlich bald losgehen und wir werden uns oft nach den unvergesslichen Stunden, Tagen und Monaten hier zurücksehnen. Was in einem Jahr in meinem Kalender so stehen wird weiß ich natürlich noch lange nicht. Doch eines weiß ich ganz sicher. Nämlich, dass dort irgendwann an einem Tag zwischen Februar und Mai Folgendes stehen wird: Yuchuuuuu, die „Gelben“ sind endlich wieder im Lande! Neuseeland-Erinnerungstreffen in ??? (wo auch immer wir dann alle verstreut wohnen), yuchuuuuu!!!!</p>
<p>Auch wenn es jetzt mittlerweile schon Dienstag abends ist und wir um genau zu sein nur noch 16 kurze, gemeinsame Stunden miteinander haben werden und ich wirklich richtig traurig bin, mich morgen am Flughafen verabschieden zu müssen, bin ich mir trotzdem ganz sicher, dass es kein Abschied für immer sein wird und das ist ein wunderschönes Gefühl. Frei nach dem passenden Spruch „FREUNDE SIND WIE STERNE: DU KANNST SIE VIELLEICHT NICHT IMMER SEHEN, SIE SIND ABER TROTZDEM IMMER DA!“ bin ich froh und dankbar, so unbeschreiblich tolle Personen wie Claudi, Jere und Thomas kennengelernt zu haben und bin mir sicher, dass wir in Kontakt bleiben. Denn sie sind wortwörtlich zu richtigen Freunden geworden.</p>
<p>Mir bleibt gerade nichts anderes mehr zu sagen als: Es war eine wunderschöne Zeit mit euch und ihr seid ganz „DEEP IN MY HEART“ !</p>
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